23.11.15

Schlussbericht: Cologne Fine Art und COFA Contemporary: Gelungener Einstand für neues Konzept

  • Steigerung der Besucherzahlen und gut informiertes Publikum

  • Galerien und Händler berichten über gute Verkäufe in beiden Bereichen

  • Cologne Fine Art-Preis an Candida Höfer verliehen


Am Sonntag, 22. November 2015, schloss die Cologne Fine Art nach sechs Tagen ihre Pforten. Insgesamt besuchten rund 15.500 Besucher aus Deutschland und den umliegenden Ländern die Traditionsmesse (2014: über 14.000). Erstmals bot die Cologne Fine Art mit der COFA Contemporary eine eigene Plattform für Zeitgenössische Kunst, die nach dem Jahr 2000 entstanden ist. Damit erweitert die Messe ihr 'klassisches' Angebot, das von der Antike, über Moderne und Angewandte Kunst sowie Design bis zur Kunst des 20. Jahrhunderts reicht. Insgesamt nahmen 107 Galerien und Kunsthändler (2014: 98) an der Cologne Fine Art und weitere 40 Galerien und Non-Profit Projekträume aus dem Rheinland an der COFA Contemporary teil. "Das Experiment ist geglückt", bilanziert Cornelia Zinken, Direktorin der Cologne Fine Art. "Mit der COFA Contemporary haben wir der starken rheinländischen Szene eine neue Qualitätsplattform geboten, die bisher gefehlt hat. Die Cologne Fine Art gewinnt eine neue, spannende Facette hinzu, die Sammlern und Kunstfreunden auch im Herbst neue Einblicke und Kaufanreize in allen Angebotsbereichen bietet."

Bei vielen teilnehmenden Galerien und Kunsthändlern der Cologne Fine Art kam die neue COFA Contemporary als Erweiterung des Angebotsspektrums gut an. Laszlo von Vertes (Zürich), Messeteilnehmer seit 35 Jahren, konstatierte: "Die Cologne Fine Art ist sehr harmonisch aufgebaut, sympathisch und geschlossen. Auf der COFA Contemporary herrscht eine erfrischende, angenehme Leichtigkeit. Erfreulich viele junge Besucher haben auch den Weg zu unserem Stand gefunden". Von Vertes verkaufte ein Werk von Andy Warhol in eine Sammlung und nahm eine Reservierung für ein Gemälde von Hermann Max Pechstein entgegen. "Unsere Sammler finden es spannend, dass sie jetzt auf der Cologne Fine Art auch einen Blick auf die zeitgenössische Kunst werfen können", so Manuel Ludorff (Düsseldorf), "viele empfinden das als sehr erfrischend". Ludorff konnte ein Stillleben von Jawlensky sowie Werke von Warhol und Lyonel Feininger verkaufen. "Die COFA Contemporary ist eine ideale Ergänzung, die sehr befruchtend wirkt", so Andreas Binder (München), der Werke von Imi Knoebel und Georg Baselitz in eine namhafte Sammlung vermittelte. "Auf die rheinischen Sammler ist Verlass", bemerkte Dorothea van der Koelen (Mainz), die unter anderem Werke von Uecker, Chillida und Lore Bert verkaufte. Positiv bewertete sie auch das bei der Cologne Fine Art praktizierte Miteinander der verschiedenen Stile und Epochen sowie die neue COFA Contemporary: "Das bringt die Leute auf Ideen und sorgt für Synergie-Effekte". Ähnliche Erfahrungen machte Wilfried Utermann: "Die COFA Contemporary zeigt sich positiv", urteilt der Dortmunder, der neben Bildern von Hann Trier eine Skulptur von Abraham David Christian für 44.000 Euro verkaufte. "Sehr erfolgreich" war auch Klaus Benden (Köln), der einen Käufer für Andy Warhols 18-teiliges Portfolio '25 Cats named Sam' (150.000 Euro) fand. Der langjährige Aussteller auf beiden Kölner Kunstmessen war auch auf der COFA Contemporary mit einem Stand präsent. "Ich bin von der Etablierung einer zusätzlichen Plattform für die zeitgenössische Kunst sehr angetan. Das Konzept bietet eine Chance für die Cologne Fine Art."

"Wir hatte eine sehr gute Resonanz", teilte Bert Schlichtenmaier (Grafenau) nach einer "sehr erfolgreichen Vernissage" mit. Er gab Werke von Adolf Fleischmann und Willi Baumeister im hohen fünfstelligen Bereich ab. "Neue interessante Kontakte", konnte Alexander Baumgarte (Bielefeld) knüpfen, der Käufer für Werke von Sam Francis und Heinz Mack fand. Im Gespräch ist er mit einem Interessenten über eine Skulptur von Marino Marini für über 2 Millionen Euro. "Äußerst zufrieden" zeigte sich auch Antiquitätenhändler Julian Schmitz-Avila (Bad Breisig). Er konnte viele langjährige Kunden aus der Region an seinem Stand begrüßen und eine Reihe von Probestellungen für verschiedene Möbel vereinbaren.

Zufrieden mit ihrem Messedebüt waren auch Neuaussteller: "Ich habe gute Stücke verkauft, es gab viel Interesse an den Objekten aus der Gotik und der Renaissance", stellte Neuaussteller Remco van Leeuwen (Eindhoven) fest, der unter anderem ein norditalienisches Kästchen aus dem 14. Jahrhundert veräußerte: "Ich möchte hier in der Region Sammler finden, deshalb nehme ich an der Cologne Fine Art teil", so van Leeuwen. Lieblingsstuhl (Zürich/Düsseldorf), ein weiterer Messeneuling, zeigte sich beeindruckt von den "fachkundigen, gut informierten Besuchern", unter denen auch Kuratoren und Vertreter verschiedener Institutionen waren. "Die Messe ist auf einem guten Niveau", konstatierte Hans-Joachim Röhrs.

Der 2014 etablierte Young Collector's Room, ein Gemeinschaftsstand der Cologne Fine Art-Aussteller, konnte an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Hier waren Gemälde, Fotografien und Grafiken ebenso gefragt wie afrikanische und asiatische Skulpturen, Biedermeier-Möbel und Design-Klassiker. Der Stand musste mehrfach neu bestückt werden.

Auch zahlreiche Teilnehmer der ersten COFA Contemporary in Halle 11.2 waren mit dem Messeverlauf und der Premiere der neuen Plattform zufrieden: "Ordentlich verkauft" wurde beispielsweise bei der Galerie (Düsseldorf), die Werke von Ricardo Saro und Bernd Ribbeck veräußerte. "Die Ergänzung der Cologne Fine Art um zeitgenössische Kunst ist eine wirklich gute Sache", so Sven Ahrens von der Kölner Galerie Hammelehle und Ahrens. "Wir haben die Gelegenheit zur Vermittlungsarbeit für zwei sehr spezielle Positionen genutzt und für Andreas Rüthi und Ina Weber Kunden gewinnen können, die eigentlich einen ganz anderen Sammlungsansatz haben". Ahrens lobte "die schöne Balance" zwischen Cologne Fine Art und COFA Contemporary. "Die COFA Contemporary hat einen guten Start hingelegt. Die Stimmung ist positiv und wir hatten viele Interessenten an unserem Stand", berichtete der Düsseldorfer Galerist Samandar Setareh, der mit Ständen in beiden Sektionen vertreten war. "Für mich ist die Teilnahme eine gute Chance, ein breites Publikum zu erreichen", sagte Petra Martinetz (Köln), die viel Aufmerksamkeit für die belgische Künstlerin Mary-Audrey Ramirez verbuchte, "ich habe sehr gute Reaktionen auf den Stand". "Wenn die rheinischen Galerien einladen, dann kommen die rheinischen Sammler", stellte Martin Kudlek (Köln) zufrieden fest. "Überraschend gut" waren die Verkäufe seiner Künstler Katrin Bremermann und Jonathan Callan. "Bei dieser Messe kann man auch mal Risiken eingehen und Positionen vorstellen, die noch nicht abgesichert sind", sagt Markus Lüttgen (Köln), "das ermöglicht eine gezielte Nachwuchsförderung". Lüttgen konnte bereits zur Vernissage sowohl Werke von Erica Baum als auch Keramiken der jungen Künstlerin Viola Relle verkaufen. "Die COFA Contemporary bietet mir die willkommene Gelegenheit, mich auf einer Herbstmesse zu präsentieren", freute sich der Kölner Galerist Philipp von Rosen, der eine Soloshow mit Koen van den Broek zeigte. "Die neue Plattform ist in der Stadt angekommen". Der Mönchengladbacher Christian Löhrl war gleichermaßen erfolgreich mit Skulpturen von Stephan Balkenhol und Gemälden von Roman Kochanski. "Die Messeteilnahme hat Spaß gemacht", so Löhrl. Auch die Übersichtlichkeit des auf 40 Teilnehmer konzentrierten Angebots wurde positiv bewertet: "Weil die COFA Contemporary so übersichtlich ist, konnten wir längere und intensivere Gespräche führen", so Berthold Pott (Köln), "viele Kunden, auch aus den Benelux-Ländern, waren am Stand. Durch die Einbeziehung der Off-Räume kann man hier außerdem Künstler in einem frühen Stadium wahrnehmen." So zum Beispiel beim jungen Kölner Projektraum Mélange, den Jonas Schenk und Patrick C. Haus betreiben: "Wir freuen uns, dass wir in das Messegeschehen integriert sind und hier eine schöne Aufmerksamkeit erzielen konnten". Verkauft wurden sechs Arbeiten des Dubliner Künstlers Joshua Sex."

Ehrung für Candida Höfer
Mit der Verleihung des Cologne Fine Art-Preises an die Kölner Künstlerin Candida Höfer setzte die Messe bereits zur Vernissage einen ersten Höhepunkt. Die Preisverleihung und die Sonderschau mit großformatigen Fotos fanden vielfach positives Echo bei Besuchern und Presse. Der mit 10.000 Euro dotierte Cologne Fine Art-Preis wird gemeinsam von der Koelnmesse und dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG) verliehen.

Anmerkung für die Redaktion:
Fotomaterial der Cologne Fine Art finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet unter www.colognefineart.de im Bereich "Presse".
Presseinformationen finden Sie unter www.colognefineart.de/presseinformation
Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

Die Cologne Fine Art bei Facebook:
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Benjamin Agert
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