21.11.16

Schlussbericht: Cologne Fine Art und COFA Contemporary: Überzeugende Mischung aus Alt und Modern

  • Rund 16.000 Besucher kamen zur Messe

  • Besucherzuwachs trotz verkürzter Messetage

  • Galerien melden gute bis sehr gute Verkäufe

  • Cologne Fine Art Preis geht an Karin Kneffel


Nach einem überzeugenden Auftritt gingen die Cologne Fine Art 2016 sowie die COFA Contemporary am Sonntagabend, 20. November 2016, erfolgreich zu Ende. An nunmehr fünf statt sechs Messetagen boten rund 100 Galerien und Kunsthändler auf der traditionellen Cologne Fine Art einen erstklassigen Querschnitt von der Antike über die Moderne und Angewandte Kunst sowie Design bis zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Weitere 50 Galerien und nicht-kommerzielle Projekträume nahmen an der zum zweiten Mal in Folge stattfindenden zeitgenössischen Plattform COFA Contemporary teil. Trotz der verkürzten Messetage besuchten mit rund 16.000 Besuchern aus Deutschland und den umliegenden Ländern mehr Kunstinteressierte die Messe als im vergangenen Jahr (2015: 15.500). "Wir freuen uns in diesem Jahr besonders über zahlreiche neue Galerien aus dem Ausland und im Bereich der alten Kunst. Das qualitativ hochwertige Angebot unserer Aussteller im klassischen Sektor wie auch im Bereich der zeitgenössischen Kunst überzeugte das Publikum aus dem Rheinland, aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland", resümierte Cornelia Zinken, Direktorin der Cologne Fine Art. "Zusätzlich geben wir mit der COFA Contemporary neben etablierten Galerien vor allem jungen innovativen Projekträumen die Möglichkeit, sich gemeinsam zu präsentieren, und unterstützen damit zugleich die zeitgenössische Kunstszene im Rheinland", so Zinken weiter.

"Die Cologne Fine Art ist die beste deutsche Veranstaltung im klassischen Bereich", befand Laszlo von Vertes (Zürich), einer der langjährigen Messeteilnehmer aus dem Bereich der klassischen Moderne. "Die Messe ist sehr harmonisch, alle deutschen Top-Händler sind hier. Ich freue mich immer wieder, nach Köln zu kommen und zur Qualität des Angebots beizutragen. Das Publikum ist wunderbar und die Besucher kommen von weit her", lobte der Züricher Galerist, der seit 30 Jahren dabei ist. "Uns wird in Köln immer eine große Wertschätzung für unser Angebot entgegengebracht", so auch Antiquitätenhändler Dr. Thomas Schmitz-Avila(Bad Breisig), der zwei museale Möbelstücke verkaufte.

"Das Erscheinungsbild der Cologne Fine Art ist erstklassig", urteilte der Kölner Pop-Art-Spezialist Klaus Benden (Köln), der auch auf der COFA Contemporary mit einem Stand vertreten war. "Das ist eine gute Möglichkeit, um das Publikum jünger aufzustellen; ich glaube an die Idee der COFA Contemporary", so der Galerist, der an beiden Standorten gute Verkäufe tätigte, darunter unter anderem ein unikates Beethoven-Porträt von Andy Warhol. Ähnlich äußerte sich Heinz Holtmann (Köln): "Die Cologne Fine Art ist eine sehr respektable Messe mit ausgezeichneten Arbeiten. Die COFA Contemporary sorgt für eine Auffrischung, die der Messe gut bekommt". "Ich bin ein großer Fan der Cologne Fine Art. Alles ist wunderschön gestaltet", so der Düsseldorfer Ralph Gierhards. Gierhards verkaufte unter anderem Fauré-Vasen und ein Gemälde.

Gut gestartet sind auch viele Messe-Debütanten. Für Mario Bermel (Berlin) war die erstmalige Teilnahme an der Cologne Fine Art eine einzige Erfolgsgeschichte. "Ich habe sehr gut verkauft und hatte sogar Museumsleute an meinem Stand", freute sich der junge Berliner Kunsthändler. Er verkaufte unter anderem Skulpturen von Lucio Fontana für 90.000 Euro. "Ich bin nächstes Jahr gern wieder dabei", so Bermel. Kunsthandel Engelage und Lieder (Minden) zeigt sich ebenfalls zufrieden: "Wir hatten interessante Leute am Stand und konnten gute neue Kontakte knüpfen", teilte Svea Herzog von fest. Restlos begeistert von seinen Verkaufserfolgen war auch Peter Reis vom KK Kiez Kabinett (Berlin), dem Messebesucher den Stand mit Design-Möbeln aus den fünfziger bis siebziger Jahren nahezu leergekauft hatten. Sein Messedebüt bei der Cologne Fine Art sei "sensationell" gelaufen. Reis trennte sich von nahezu allen Möbelstücken und einer Reihe von Lüstern. In das Lob stimmte die Galerie Gabelsberg (München) mit ein, die eine Dali-Skulptur (¤ 25.000) an einen Sammler vermittelte. "Hier herrscht eine unglaublich gute Atmosphäre, die Messe gefällt uns sehr gut", urteilte auch die Stuttgarter Galeristin Brigitte March gut gelaunt. Sie verbuchte viel Interesse an Arbeiten von John Cage, Laurence Weiner und Dieter Roth.

Über "ein interessiertes und entschlussfreudiges Publikum" freute sich Maria Galen von der Galerie Galen (Greven), die am Eröffnungsabend eine Trompe l´oeuil-Malerei von Vispré verkaufte. "Gutes Interesse" verbuchte auch die Galerie Kaune Contemporary (Köln), die Eames Lounge Chair aus dem Jahr 1958 verkaufte ¤ 9.500). "Sehr zufrieden" zeigte sich auch Alex Vömel (Düsseldorf) mit seiner Teilnahme an der Cologne Fine Art. Er gab Werke von Helmut Kolle, Heinrich Nauen, Werner Gilles und anderen ab. "Die Cologne Fine Art ist die schönste Kunstmesse in Deutschland", schwärmte Elisabeth Nüdling (Fulda), "das Niveau ist toll". Die Kunsthändlerin, die auf Silber und Schmuck des 20. Jahrhunderts spezialisiert ist, machte bereits am Vernissage-Abend gute Geschäfte. Die ED Gallery aus Piacenza war sehr erfolgreich mit italienischen Design-Klassikern ab den 1950er Jahren und Keramiken. "Wir konnten gute Kontakte schließen und sind sehr zufrieden", teilte Davide Cammi mit.

Ausgezeichnet war die Stimmung bei den Ausstellern der COFA Contemporary. Einstimmig lobten die Aussteller das kunstinteressierte, kauffreudige Publikum. "Wir hatten eine tolle, gut besuchte Eröffnung und haben uns über neue Kontakte und intensive Gespräche gefreut", berichtete Gisela Clement (Bonn), die eine wellenförmige Bank (¤ 25.000) von Martin Pfeifle verkaufte. Anna Klinkhammer (Düsseldorf) lobte das "hochkarätige Publikum". "Ich habe viele wichtige Leute getroffen. Für mich war die Messeteilnahme sehr reichhaltig", bilanzierte die Düsseldorferin. Auch Christian Löhrl der Galerie Löhrl (Mönchengladbach) zeigte sich begeistert: "Die Messe hat unsere Erwartungen übertroffen. Unsere wichtigsten Sammler sind vorbeigekommen und wir haben sehr erfolgreich verkauft." Einen großen Erfolg verbuchte die Galerie Droste (Wuppertal) bei ihrem Debüt auf der zeitgenössischen Plattform. Patrick Droste vermittelte ein großformatiges Gemälde von Hendrik Beikirch (¤ 22.000) und verkaufte eine Leinwand von Niels Meulmann (¤ 15.000) sowie eine Bronzeskulptur von Heiko Zahlmann (¤ 4.500). "Wir kriegen hier ein tolles Feedback, sogar Museumsleute sind auf uns zugekommen", freute sich der Wuppertaler Junggalerist. "Die COFA Contemporary gibt ein sehr solides Bild ab", stellt (Düsseldorf) fest, "Besucher finden es hier spannend und bereichernd". "Die Ausstellerliste ist gut und bei der COFA Contemporary geht es sehr lebendig zu", urteilt Rupert Pfab (Düsseldorf). "Wer von der Cologne Fine Art zur COFA Contemporary geht, kann beobachten, wie viele Bezüge es zwischen der Nachkriegskunst und aktuellen Werken junger Künstler gibt. Die historische Verankerung wird sichtbar, das macht die Verbindung der beiden Messen so spannend", sagt Berthold Pott (Köln), der zwei Werke von Evan Robarts verkaufte. "Wir konnten für unseren Künstler Lutz Driessen gute ermittlungsarbeit leisten, das sehr spezielle Messeformat eignet sich besonders für eine Soloshow", teilte Sven Ahrens von der Galerie Hammelehle und Ahrens (Köln) mit. "Wir haben wieder einmal gemerkt, dass es hier eine reiche Sammlerschaft gibt und sehen unsere Teilnahme als langfristige Investition". Die Galerie Choi & Lager (Köln) konnte eine Leinwand von Helena Parada-Kim (¤ 8.800) ebenso vermitteln wie Werke von Andreas Blank (¤ 6 500 bis ¤ 7.500).

Non Profit Projekträume / Off Spaces
Für die Kölner Projekträume, die sich zum Netzwerk "Art Initiatives Cologne" zusammengeschlossen haben, ist die COFA Contemporary eine willkommene Plattform. "Es ist wichtig, dass die Szene, die elementar ist für den Nachwuchs, eine visuelle Präsenz bekommt," so Jochen Heufelder vom Kunstraum Fuhrwerkswaage, der Madiha Sebbani eine Solo-Show ausgerichtet hatte. Die Künstlerin machte jeden Tag eine Performance und bekam auch über soziale Medien ungeahnt große Aufmerksamkeit. "Für die Künstlerin, die ja aus einem anderen Kulturkreis stammt, ist das grandios", begeisterte sich Heufelder. "Der Kontrast zur unteren Etage ist sehr groß, aber das ist spannend", fand Silke Büchel vom Kunstraum Tiefgarage, "die Offspaces sind etwas sehr Neues". "Wir fühlen uns sehr wohl und hatten viele gute Gespräche", teilte Gerd Mies von der Projektgalerie Labor mit.

Karin Kneffel erhält den Cologne-Fine-Art-Preis 2016
Am Preview-Tag verlieh die Koelnmesse gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) den mit 10.000 Euro dotierten Cologne-Fine-Art-Preis an die in Düsseldorf lebende Künstlerin Karin Kneffel. Die Meisterschülerin von Gerhard Richter wurde mit der Auszeichnung für ihr herausragendes künstlerisches Werk im Bereich der der neorealistischen Malerei gewürdigt. Bekannt wurde die Künstlerin für ihre farbsatten Aquarelle und Radierungen sowie ihre neueren Werke, in denen sie mit Perspektiven, Licht und Schatten und Elementen der Gravitation spielt. Die Sonderschau der Preisträgerin fand hohen Anklang sowohl bei den Messebesuchern als auch Medienvertretern. Auch Klaus Friese (Berlin) widmet seinen Stand fast ausschließlich Karin Kneffel.

Großes Interesse an Sonderschauen
Der Young Collectors Room, der als Raum der Kommunikation dient und Exponate unter 5.000 Euro anbietet, bleibt wie in den vergangenen Jahren ein großer Anziehungsmagnet. In der diesjährigen Sonderschau Style Icons wird der Fokus auf fünf Zentren der frühen Automobilbaugeschichte gerichtet: Köln, Mailand, Paris, München und Coventry. So zogen Klassiker des Automobildesigns der 20er, 30er, 50er und 60er Jahre wie ein Bugatti T38 aus dem Jahr 1929, ein Bentley 6 L Coupé aus dem Jahr 1935, der Auto Union 1000 SP aus dem Jahr 1959 oder der 1969er Lamborghini Espada die interessierten Blicke der Besucher auf sich. Verortet an der Schnittstelle von Kunst und Design zeigte der Design Parcours eine ganz besondere Auswahl an Designmöbeln von Ludwig Mies van der Rohe. Neben dem bekannten Barcelona Sessel von 1954/55, der für den deutschen Pavillon der Weltausstellung 1929 in Barcelona erstmalig konzipiert wurde, zeigte die Messe erstmals einen der ersten Prototypen dieses Designmöbelstücks von 1949 sowie ein Vorproduktionsmodell von 1959 des bedeutenden Architekten der Moderne.

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Peggy Krause
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Telefax: +49 221 821-3544
p.krause@koelnmesse.de
www.koelnmesse.de

Anmerkung für die Redaktion:
Fotomaterial der Cologne Fine Art und COFA Contemporary finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet unter www.colognefineart.de im Bereich "Presse".
Presseinformationen finden Sie unter www.colognefineart.de/Presseinformation
Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

Cologne Fine Art bei Facebook:
https://www.facebook.com/colognefineart

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