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Ausführungen von Herbert Marner, Geschäftsführer der Koelnmesse, anlässlich der Jahres-Pressekonferenz am 20.07.2011, 11.00 Uhr, in Sitzungszimmer 13.29 im Messehochhaus

Die Koelnmesse ist wieder auf Wachstumskurs -

  • trotz der 2010 noch stärker als 2009 spürbaren Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf manche Branchen,
  • trotz des turnusbedingt schwächeren Messejahres 2010 und
  • trotz Mietreduzierung und Interimsvereinbarung, die aber noch nicht ergebnisverbessernd sind.

Im Einzelnen:

Für das Geschäftsjahr 2010 beläuft sich der Konzernumsatz auf 237 Millionen Euro gegenüber 229 Millionen Euro im Jahr 2009. Darin enthalten sind die konsolidierten Umsätze der Koelnmesse GmbH, ihrer Tochtergesellschaften Koelnmesse Ausstellungen GmbH, Koelnmesse Service GmbH und Koelnmesse International GmbH sowie deren Auslandstöchter.

Der Bilanzverlust des Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 liegt bei 12,8 Millionen Euro. 2009 belief sich dieser auf 19,9 Millionen Euro. Darin enthalten sind Entnahmen aus der Kapitalrücklage. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITDA) ist mit 11,5 Millionen Euro negativ und fiel damit deutlich besser aus als intern geplant. Neben den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise ist das Ergebnis durch die hohen Mietzahlungen für die Nordhallen und das Congress-Centrum Nord in Höhe von 22,7 Millionen Euro beeinflusst. Das messespezifische Ergebnis - also der EBITDA vor den Mietbelastungen auf die Hallen - ist mit 11,2 Millionen Euro deutlich positiv. Dies gilt ebenso für die Geschäftsjahre 2011 und 2012.

Allesamt positive Ergebnisse haben die Tochtergesellschaften Koelnmesse Ausstellungen GmbH, Koelnmesse International GmbH und Koelnmesse Service GmbH erreicht. Die Koelnmesse Ausstellungen GmbH hat bei einem Umsatz von 9,2 Millionen Euro einen Überschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 2,0 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies vor allem mit dem Geschäftsbereich Gastveranstaltungen. Mit der Steuerung der Auslandsaktivitäten des Konzerns hat die Koelnmesse International GmbH im Geschäftsjahr 2010 bei einem Umsatz von 60,9 Millionen Euro ein Ergebnis vor Gewinnabführung von 0,5 Millionen Euro erzielt. Die Koelnmesse Service GmbH hat 2010 mit ihrer umfassenden und international führenden Servicepalette 7,3 Millionen Euro erwirtschaftet - bei einem Umsatz von 38,0 Millionen Euro.

Insgesamt 647 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2010 beim Koelnmesse-Konzern beschäftigt - davon 531 in Köln und 116 bei den Auslandsgesellschaften weltweit.

Die Maßnahmen der Geschäftsführung zur Überwindung des strukturellen Defizits und zur Optimierung der Ergebnisse der Koelnmesse greifen. Das 2008 - noch vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise - aufgesetzte Effizienzprogramm 2012plus zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Generierung neuer Einnahmequellen sowie das im Folgejahr zusätzlich aufgesetzte Einsparungsprogramm - verbunden mit einem Stellenabbau von 80 Positionen - hat signifikante Einsparungen gebracht. Es hat bereits in 2010 zu deutlichen Ergebnisverbesserungen gegenüber der internen Planung geführt.

Darüber hinaus hat die Koelnmesse im April 2011 ein weiteres Effizienz- und Restrukturierungsprogramm gestartet, mit dem wir bereits in den ersten 12 Monaten über 3 Millionen Euro einsparen. In 24 Monaten sind es bereits 9 Millionen Euro und spätestens ab 2015 jährlich über 12 Millionen Euro. Damit wird die Koelnmesse bereits ab 2013 wieder nachhaltige Gewinne machen und schwarze Zahlen schreiben. Mögliche Effekte aus einer dauerhaften Mietsenkung für die Nordhallen des Messegeländes sind in diesen Zahlen noch nicht enthalten. Sie können noch zu deutlichen Ergebnisverbesserungen führen.

Bei den Maßnahmen konzentrieren wir uns auf die Sachkosten. Ein weiterer Personalabbau über die in 2009 bereits beschlossenen und schon weitgehend umgesetzten 80 Stellen hinaus ist damit nicht verbunden. Zu den organisatorischen Maßnahmen gehört auch die Reintegration der Tochtergesellschaften Koelnmesse International GmbH und Koelnmesse Service GmbH, die vor wenigen Tagen durch den Eintrag ins Handelsregister auch gesellschaftsrechtlich abgeschlossen wurde.

Die Basis für die strukturellen und organisatorischen Veränderungen ist sehr gut, da das Kerngeschäft - die Organisation von Messen und Ausstellungen im In- und Ausland - trotz Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf manche Branchen sehr positiv verläuft.

Damit setzt die Koelnmesse ihren Wachstumskurs fort.

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