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Cologne Fine Art & Antiques: Zusammenspiel der Jahrhunderte:

Mit einem neuen Segment erweitert die Cologne Fine Art & Antiques
(16.-20. November) ihr Spektrum: 24 Aussteller spannen mit "Arbeiten auf Papier" den Bogen von den Alten Meistern bis ins 21.Jahrhundert. Ein Drittel der hier beteiligten Galerien kommt aus dem Ausland. Die eigenständige Auswahl, die mit einem eigenen Katalog gewürdigt wird, reicht von Albrecht Dürers Kupferstich "Adam und Eva" aus dem Jahr 1504 (C.G. Boerner, Düsseldorf) über Egon Schieles Bleistiftzeichnung "Zwei Sitzende" von 1911 (Wienerroither & Kohlbacher, Wien), Joan Mirós 1937 mit Pastell und Gouache gemalte "Paysage romantique" (Galerie Lelong, Zürich, Paris, New York) und Papiercollagen von Richard Tuttle (Annemarie Verna, Zürich) bis zum "Jacaranda Tree", den Jorinde Voigt in diesem Jahr geschaffen hat (Galerie Bernd Klüser, München). Im Hauptfeld der Messe laden rund 80 Galerien und Kunsthändler zu anregenden Begegnungen mit Alter und Außereuropäischer Kunst, erlesenen Antiquitäten, Kunsthandwerk und Design sowie Malerei und Skulptur aus dem 20. Jahrhundert ein. Die offene Standarchitektur fördert dabei wieder gekonnt das Zusammenspiel der Epochen und Stile. Mit Kontrasten spielen zum Beispiel Dierk Dierking, Kölner Spezialist für Stammeskunst, und Frank Landau, der mit Design-Klassikern handelt, auf ihrem Gemeinschaftsstand. Zusätzliche Akzente setzen sie mit Bildern und Objekten von Hermann Goepfert aus den 1950er bis 1970er Jahren. Dieser wieder zu entdeckende Künstler, mit Heinz Mack, Otto Piene und dem diesjährigen Cologne Fine Art-Preisträger Günther Uecker Mitglied der Künstlergruppe Zero, hat sich in besonderer und individueller Weise mit Licht, Raum und Bewegung auseinander gesetzt.

Der Londoner Connaught Brown offeriert in der Papiersektion einen Frauenkopf, den Henri Matisse 1918 mit Bleistift auf Papier gezeichnet hat; Emanuel von Baeyer, der ebenfalls aus London anreist, zeigt unter anderem eine frühe Farblithographie von Edouard Vuillard. Der New Yorker Galerist David Nolan hat eine Kohlezeichnung von Richard Artschwager im Gepäck; Renée Ziegler (Zürich) kommt mit Arbeiten von Alberto Giacometti, Kandinsky und Fernand Léger. Siegfried Gohr, Professor für Kunstgeschichte an der Kunstakademie in Düsseldorf, kuratiert den Gemeinschaftsstand der Papieraussteller unter dem Motto "Schwarz-Weiß".

Auf großes Interesse stieß bereits im vergangenen Jahr das zeitgenössische Design, das durch Gabrielle Ammann (Köln), Karena Schuessler und in diesem Jahr neu durch HELMRINDERKNECHT (beide Berlin) vertreten wird. Gabrielle Ammann zeigt unter anderem Design-Objekte des Inders Satyendra Pakhalé, der vor zwei Jahren die erste Cologne Fine Art Design Lounge gestaltet hat. Hans-Peter Jochum (Berlin) offeriert internationales Vintage-Design, darunter eine Reihe von Beistelltischen, die Osvaldo Borsani in den 1940er Jahren entworfen hat.

Schlapka aus München, dessen Schwerpunkt auf Biedermeiermöbeln liegt, teilt sich den Stand mit Krümmer Fine Art. Hier treffen Möbel des frühen 19. Jahrhunderts auf Gemälde der Klassischen Moderne. Wechselwirkungen zwischen Gemälden des Informel, puristischen chinesischen Teppichen und Design-Objekten von Hervé van der Straeten kann der Besucher am Stand von Setareh & Söhne (Düsseldorf) erleben.

Anlaufstellen für Liebhaber von Möbeln und Kunsthandwerk des 18. und 19. Jahrhunderts sind der erstmalig auf der Cologne Fine Art & Antiques vertretene Uwe Dobler (Walkertshofen) sowie Ralph Gierhards (Düsseldorf) und Thomas Schmitz-Avila (Bad Breisig), der mit einem Schrank aus dem Gästezimmer des Klosters Taxa ein Meisterstück von musealem Rang mitbringt.

Eine starke Anziehungskraft üben die Stände aus, an denen außereuropäische Kunst wirkungsvoll inszeniert wird. In enge Nachbarschaft rücken bei Simonis (Düsseldorf) Kunst aus Afrika und Ozeanien zu Objekten aus Süd- und Südostasien bei Michael Woerner (Hongkong), der unter anderem einen Bodhisattva-Kopf aus Schiefer aus dem 2./3. Jahrhundert anbietet. Teppichkunst Hirschberg komplettiert das Ensemble mit Teppichen und Textilien. Antike Meisterwerke wie die Statuette eines siegreichen Athleten aus Großgriechenland, die 500 bis 480 v. Chr. entstanden ist, kann man am Stand von Gordian Weber (Köln) sehen, dessen Stücke mit Gemälden von Alice Neel und Ernst Wilhelm Nay bei Aurel Scheibler zusammenspielen.

Raritäten aus Jugendstil und Art Déco bietet Grobusch Kunsthandel (Aachen); hier gehört eine 1920 in Nancy gefertigte Schale mit Eidechse zu den besonderen Preziosen. Ein Neuzugang ist der Antwerpener Jan van Kranendonk Duffels, der antiken Schmuck und exquisite Stücke mitbringt, die etwa bei Tiffany & Co. gefertigt wurden.

Einen Augenschmaus der besonderen Art verspricht das Aufeinandertreffen von seltenen Wunderkammerobjekten aus der Sammlung Olbricht mit kostbaren Schmuckstücken des Goldschmieds und Bildhauers Georg Hornemann unter dem Titel "Die Ordnung der Dinge".

Hochkarätig bestückt ist auch der Bereich der Klassischen Moderne. Beck & Eggeling (Düsseldorf) offerieren unter anderem Picassos Tuschezeichnung "La femme et le singe", die aus einer Privatsammlung stammt. Die Galerie Ludorff (Düsseldorf) präsentiert eine Sonderschau mit Meisterwerken des Expressionismus; dabei stellt die Wiederentdeckung des lange verschollen geglaubten Gemäldes "Grabender Bauer" von Heinrich Nauen, das nach 70 Jahren erstmals wieder öffentlich zu sehen sein wird, einen besonderen Höhepunkt dar. Ein Kleinod ist Ernst Ludwig Kirchners "Straßenszene" aus dem Jahr 1910; durch ihre Farbfrische bestechen auch bedeutende Papierarbeiten von Erich Heckel und Max Beckmann. Mit dem Aquarell "Blühender Blütenzweig" von Emil Nolde wartet die Galerie Paffrath (Düsseldorf) anlässlich ihres Messe-Debüts ebenfalls mit einem Spitzenwerk auf. Salis & Vertes (Salzburg, Zürich) bringen Picassos "Femme dans l`atelier" aus dem Jahr 1956, Emil Noldes Ölgemälde "Puppe und Hampelmann" und "La naissance de Vénus" von Max Ernst mit nach Köln. Samuelis Baumgarte (Bielefeld) kündigt Ernst Ludwig Kirchners Gemälde "Rastende Spaziergänger" von 1918 als Highlight an, außerdem die Bronze-Skulptur "Femme" von Picasso. Das Augenmerk der Galerie Schlichtenmaier (Grafenau/Stuttgart) ist auf die Nachkriegskunst gerichtet. Beginnend mit Willi Baumeisters Gemälde "Figur frontal" (1923) wird der Bogen geschlagen zu den "Schwebenden Formen auf Gelb mit Ellipse" (1950). Höhepunkte des Messeauftritts sind außerdem Arbeiten von Oskar Schlemmer, K.O. Götz und Emil Schumacher, der mit sechs Gemälden der Jahre 1955 bis 1985 prominent vertreten ist. Die Galerie Utermann (Dortmund) hat unter anderem eine späte Arbeit von Fritz Winter im Angebot und ist zusätzlich in der Papiersektion mit bedeutenden Werken des deutschen Expressionismus vertreten. Die William Weston Gallery (London) setzt einen Schwerpunkt auf französische Künstler wie Braque, Léger, Matisse und Picasso. Die erstmalig vertretene Galerie Berès (Paris) widmet ihre Präsentation dem 19. Jahrhundert und der klassischen Moderne. Mit einer sakral anmutenden Präsentation der Keramiken des Spaniers Miquel Barcélo trumpft die Kölner Galerie Jablonka auf.

Anmerkungen für die Redaktion:
Erstes Bildmaterial sowie das Logo und Key Visual der Cologne Fine Art & Antiques finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet (www.cofaa.de) im Bereich Presse.

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