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Vorbericht ART COLOGNE 2014: Etabliert bis experimentell: Galerienangebot besticht durch hohe Qualität und Bandbreite

Die ART COLOGNE (10. bis 13. April) spielt ihre Stärken aus: Über 200 Galerien aus 25 Ländern präsentieren Meisterwerke der Klassischen Moderne und der Nachkriegskunst sowie große Namen und vielversprechende junge Positionen der Zeitgenössischen Kunst. Für die Sammler und kunstbegeisterten Besucher bietet die weltweit älteste Messe ihrer Art erneut einen erstklassigen Überblick über das aktuelle Kunst(markt)geschehen. Neben den etablierten Sektoren GALERIEN und NEW CONTEMPORARIES feiert der neue Sektor COLLABORATIONS Premiere.

GALERIEN (Auszug)Die Expressionismus-Spezialisten Henze & Ketterer (Bern) bringen zwei kapitale Stillleben von Ernst Ludwig Kirchner mit nach Köln, außerdem eine Reihe von Aktdarstellungen, die George Grosz in Amerika geschaffen hat. Modell stand ihm seine Ehefrau Eva, die auf den Aquarellen in unterschiedlichsten Posen im Außen- und Innenraum erscheint. Die Werke stammen direkt aus dem Nachlass. Remmert und Barth (Düsseldorf) offerieren mit dem 1922 entstandenen Gemälde 'Frau und Saturn' ein sehr persönlich geprägtes Bild der Berliner Malerin Hannah Höch, das bis zu ihrem Tod in ihrem Atelier hing. Erstmalig zum Verkauf steht das Aquarell 'Soubrette' von Otto Dix, das jahrzehntelang verschollen war. Die Galerie Marc Domènech (ehemals Galerie Oriol/Barcelona) zeigt Arbeiten von Paul Klee, Fernand Leger und des italienischen Futuristen Giacomo Balla. Mit einer besonderen Schau wartet die Galerie Schwarzer (Düsseldorf) auf: Erstmals vollständig und in der vom Künstler vorgegebenen Hängung zeigt sie das Werk 'Le poème de l`angle droit' von Le Corbusier. Unter anderem mit Moeller Fine Art (New York/Berlin) und der Galerie Thomas (München), die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert und seit 1967 an jeder ART COLOGNE teilnimmt, sind weitere hochkarätige Aussteller aus den Bereich der Klassischen Moderne präsent.

Im Bereich Abstraktion nach 1945 und Informel zeigt die Galerie Maulberger (München) unter anderem marktfrisch das 'Golden Gate' von Ernst Wilhelm Nay aus dem Jahr 1954. An den Ständen von Karsten Greve (Köln/St. Moritz) und der Galleria Tonelli (Mailand) trifft man auf Arbeiten des Proto-Arte-Povera-Künstlers Lucio Fontana. Die Galerie Marianne Hennemann (Königswinter) ehrt den Maler Karl Otto Götz aus Anlass seines 100. Geburtstages mit einer Sonderschau. Werke von Auguste Herbin, Mitbegründer der geometrisch-konstruktiven Kunst in Frankreich, werden bei der Galerie Lahumiére (Paris) gezeigt. Prominent vertreten ist die amerikanische Nachkriegskunst bei der Galerie Thomas Zander (Köln), die mit John McLaughlin einen der bedeutendsten Vertreter der Hard Edge Malerei zeigt.
Eine besondere Würdigung erfährt außerdem der deutsche Zero-Künstler Otto Piene bei der Galerie Koch (Hannover). Auch die italienische Zero-Kunst ist vertreten mit Arbeiten von Enrico Castellani bei den Galerien Cardi (Mailand) und Greta Meert (Brüssel), die außerdem eine Plastik des US-amerikanischen Minimalisten Carl Andre zeigen wird. Klaus Gerrit Friese (Stuttgart) würdigt den rumänisch-amerikanischen Zeichner und Karikaturisten Saul Steinberg, der durch seine Titelbilder und Cartoons für das Magazin 'The New Yorker' Berühmtheit erlangte. Die Galerie Utermann (Dortmund) widmet sich mit einer Sonderpräsentation den Holzskulpturen von Karl Hartung. Axel Vervoordt (Antwerpen) legt einen Schwerpunkt auf den japanischen Gutai-Künstler Tsuyoshi Maekawa. Wieder nach Köln zurückgekehrt ist die Galerie A Arte Invernizzi (Mailand) und kündigt als Highlights den Lichtkünstler Francois Morellet und den Steinbildhauer und Zeichner Ulrich Rückriem an.

Den großen Namen der zeitgenössischen Kunst begegnet man an den Ständen internationaler Top-Galerien wie Thaddeus Ropac (Paris/Salzburg), Annely Juda Fine Art (London), die Arbeiten des im letzten Herbst verstorbenen Plastikers Sir Anthony Caro mitbringt oder David Zwirner (New York/London). Zwirner konfrontiert unter anderem großformatige, farbenfroh-ornamentale Gemälde der bedeutenden japanischen Malerin Yayoi Kusama mit Mischtechniken des kolumbianischen Senkrechtstarters Oscar Murillo und Fotogrammen von Thomas Ruff. Die Schweizer Großgalerie Hauser & Wirth (Zürich/London/New York) legt den Schwerpunkt ihrer Präsentation auf US-amerikanische Künstler wie Paul McCarthy, Sterling Ruby, Matthew Day Jackson und Rashid Johnson, die sich in unterschiedlichen Medien bewegen. Die Galerie Helga de Alvear (Madrid) widmet ihren gesamten Stand einer Solopräsentation des spanischen Abstraktionsmalers Prudencio Irazabel. Die Galerie Sprüth Magers (Berlin/London) zeigt unter anderem Arbeiten der Konzeptkünstlerin Louise Lawler, der das Kölner Museum Ludwig kürzlich eine umfassende Werkschau gewidmet hat. Nach längerer Abstinenz ist die Berliner Galerie Contemporary Fine Arts (Berlin) wieder zu Gast in Köln. Sie widmet den Brüdern Gert und Uwe Tobias, die als Erneuerer des Holzschnitts gelten, und dem dänischen Künstler Tal R jeweils eine Solopräsentation. Ein Star der internationalen Kunstszene ist Jeff Koons, seine Arbeiten sind am Stand von Carolina Nitsch (New York) zu sehen. Großformatige Gemälde von bekannten Malern wie Tim Eitel und David Schnell konfrontiert die Galerie Eigen + Art (Berlin/Leipzig) mit Arbeiten vielversprechender junger Künstler. Die Galerie Laurin Godin (Paris) präsentiert unter anderem die vielseitige Konzeptkünstlerin Aleksandra Mir und zeigt Fotos ihrer Installationen mit einem originalgroßen aufblasbaren Flugzeug. Bärbel Grässlin (Frankfurt a. M.) vereint auf ihrem Stand Arbeiten von Imi Knoebel, Günther Förg, Meuser, Tobias Rehberger und Heimo Zobernig, mit atelierfrischen Leinwänden ist der junge spanische Maler Secundino Hernández präsent. 1301 PE (Los Angeles) stellt die Video- und Installationskünstlerin Diana Thater in den Mittelpunkt. An den Ständen von Andersen's Contemporary (Kopenhagen) und von Messerückkehrerin Esther Schipper (Berlin) trifft man auf Tomás Saraceno, der unlängst mit seiner begehbaren Installation in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Aufsehen erregt hat. Neuzugang Susanne Vielmetter (Los Angeles) präsentiert eine Auswahl von Zeichnungen und ein Video von Mary Reid Kelley. Bei Guido W. Baudach (Berlin) werden Video-Arbeiten von Eric van Lieshout und Aida Ruilova gezeigt, die auch Teil des Programms im neuen Sektor FILM COLOGNE sind. Die auf Editionen spezialisierte Galerie Helga Maria Klosterfelde bringt aus Berlin neue Auflagenwerke von Matt Mullican und Rirkrit Tiravanija mit. Johann König (Berlin) zeigt Arbeiten der Bildhauerin Michaela Meise. Bernd Klüser (München) kündigt großformatige Mischtechniken der Jorinde Voigt an. Zu den Höhepunkten der Präsentation gehören außerdem Werke von Joseph Beuys, Andy Warhol und Alex Katz sowie Skulpturen von Tony Cragg und Olaf Metzel. Einen Malerei-Dialog zwischen Meistern wie Günter Förg und Helmut Dorner einerseits und jungen Positionen wie Janis Avotins, Linda McCue und Eriks Apalais inszeniert die Galerie Vera Munro (Hamburg) an ihrem Stand. Sfeir-Semler (Hamburg) präsentiert Arbeiten der französisch-marokkanischen Künstlerin Yto Barada, die bereits für den 'Jungen Ankauf' der Gesellschaft für Moderne Kunst des Kölner Museum Ludwig vorgemerkt sind.

NEW CONTEMPORARIES (Auszug)Im Segment NEW CONTEMPORARIES zeigt Martin van Zomeren (Amsterdam) den iranischen Installationskünstler Navid Nuur, der auch 2011 bei der Venedig Biennale zu sehen war. Linn Lühn (Düsseldorf) stellt erstmalig den US-Künstler Dike Blair vor, dessen Malerei auf Holz frei im Raum präsentiert wird. Kraupa-Tuskany Zeidler (Berlin) bringen zu ihrem Kölner Messeauftritt unter anderem Werke des Künstlerkollektivs 'Slavs and Tatars' und des jungen Städel-Schülers Florian Auer mit. Soy Captain (Berlin) wartet mit atelierfrischen Werken von Matthias Dornfeld und Henning Straßburger auf. Auf die historisch-feministisch beeinflusste Multimediakünstlerin Lynn Hershman trifft man am Stand der Galerie Waldburger (Brüssel). Kadel Willborn (Karlsruhe) zeigen mit handcolorierten Fotografien eine neue Seite der vielseitigen Künstlerin Helen Feifel. Eine Zweipersonen-Ausstellung mit Andrea Büttner und Karl Homqvist gibt es bei der Londoner Galerie Hollybush Gardens zu sehen. PSM (Berlin) bringt Arbeiten des jungen US-amerikanischen Künstlers Daniel Jackson mit nach Köln. Messeneuzugang La Guern (Warschau) präsentiert ein Programm mit aufstrebenden jungen Vertretern polnischer Konzeptkunst. Ebenfalls zum ersten Mal in Köln vertreten ist die Galerie Kate Werble (New York) mit Arbeiten von Beth Campbell, Christopher Chiappa und Brock Enright.

COLLABORATIONS (Auszug)Interessante Perspektiven und frische Positionen versprechen die Teilnehmer der neuen Sektion COLLABORATIONS, die gemeinsam von ART COLOGNE und der New Art Dealers Alliance (NADA) organisiert wird. Ein Höhepunkt wird die kojenfüllende Installation des puertoricanischen Künstlers Carlos 'dzine' Rolon, die gemeinsam von den Galerien Henrik Springmann (Berlin) und Salon 94 (Chicago) präsentiert wird. 401 contemporary (Berlin) widmet sich der Kollaboration Mary Bauermeister - Karlheinz Stockhausen, aus der in den 1960er Jahren gegenseitig inspirierte Arbeiten hervorgingen, die an musikalische Partituren und Dada-Gedichte erinnern. Callicoon Fine Arts (New York) macht gemeinsame Sache mit Christian Lethert (Köln) und stellt neue Arbeiten von Sadie Benning vor. Die Galerie Thomas Schulte (Berlin), die mit Choi Lager (Köln) kooperiert, richtet die Aufmerksamkeit auf den Maler Bernhard Martin, der in seinen Gemälden eine rätselhafte, fast sphärische Stimmung erzeugt. Eine rein US-amerikanische Interpretation der COLLABORATIONS haben die befreundeten Galerien CANADA und Jack Hanley (beide New York) konzipiert und zeigen Arbeiten unter anderem von Joe Bradley, Xylor Jane oder Johnny Abrahams. Die Blanket Gallery (Köln), die sich den Stand mit Bischoff Projects (Frankfurt a. M.) teilt, stellt mit Alwin Lay, dem gerade das Max-Ernst-Stipendium der Stadt Brühl verliehen wurde, und Johannes Bendzulla zwei Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie vor.


Anmerkung für die Redaktion:
Bildmaterial und das Logo zur ART COLOGNE finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet (www.artcologne.de) im Bereich Presse.

48. ART COLOGNE
Publikumstage: 10. bis 13. April 2014

AXA ART Professional Preview und Vernissage
Mittwoch, 9. April 2014

Die Koelnmesse führt seit 90 Jahren Menschen und Märkte zusammen. 1924 startete die Erfolgsgeschichte der Kölner Messen mit der Eröffnung der ersten Veranstaltung auf dem Köln-Deutzer Gelände. Im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit stieg die "Rheinische Messe" zum Welthandelsplatz auf. Heute verfügt die Koelnmesse über das fünftgrößte Messegelände der Welt und organisiert rund 75 Messen in Köln und weltweit. Im Jubiläumsjahr 2014 trägt die Koelnmesse ihre Geschichte mit zahlreichen Aktionen, mit Publikationen und Ausstellungen in die Öffentlichkeit.

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