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Ausführungen von Herrn Marner anlässlich der Pressekonferenz der Koelnmesse am 24.06.2015

Die erfreulichen Abweichungen bei Umsatz und Ergebnis sind gute Signale. Wir haben das Etappenziel 2014 erreicht!

Zunächst zum Konzern insgesamt, bestehend aus der Koelnmesse GmbH, der Koelnmesse Ausstellungen GmbH und den Auslandsgesellschaften in neun Ländern. Der Umsatz in Höhe von 231,2 Mio. Euro übertrifft unsere Erwartungen um 8 Mio.. Der Jahresfehlbetrag ist mit 3,3 Mio. Euro sogar um mehr als 16 Mio. besser als die Prognosen. Diese Abweichungen sind nicht das Ergebnis allzu vorsichtiger Planung, sondern spiegeln einen geschäftlichen Erfolg wieder, auf den vielleicht zu hoffen, mit dem so aber nicht zu rechnen war. Wir verdanken ihn dem schon beschriebenen guten Verlauf der Eigen- und Gastveranstaltungen, dem wachsenden Servicegeschäft und unseren nachhaltig wirkenden Kosteneinsparungsprogrammen.

Die Ergebnisverbesserung in Höhe von 16 Mio. Euro ist zur Hälfte unserem Geschäft und damit der Leistung unserer Mitarbeiter und Führungskräfte zu verdanken. 8 Mio. Euro sind Sondereffekte aus einem noch kurz vor Jahresende getätigten Vergleich zum Rheinhallen-Verkauf im Jahr 2004.

Dass sich im turnusbedingt vergleichsweise schwächeren Jahr 2014 der Umsatzanstieg und der Gewinn des Vorjahres nicht wiederholen ließen, war abzusehen. Neue Koelnmesse-Rekorde gibt es heute nicht zu melden, das wird aber im kommenden Jahr im Abschluss 2015 wieder der Fall sein. Unsere Zahlen aus dem Jahr 2014 stehen dennoch für eine positive Entwicklung unseres Unternehmens.

Der Durchschnittsumsatz ist im Vierjahresvergleich um etwa 14 Prozent gestiegen: von rund 215 Mio. Euro zwischen 2007 und 2010 auf 244 Mio. Euro zwischen 2011 und 2014. In Zukunft werden wir im Schnitt die 250 Mio.-Marke übertreffen.

Im Vergleich zu den jeweiligen Vorveranstaltungen ist der Umsatz 2014 im Durchschnitt um 5,6 Prozent gewachsen, in den vergangenen vier Jahren kumuliert um über 30 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITDA) erreicht 15,3 Mio. Euro im Plus.

Dass unsere Umsätze die Planwerte überschreiten, gilt für alle Konzernbereiche:

  • Vor Konsolidierung lag der Umsatz der Koelnmesse GmbH bei 198,7 Mio. Euro, das heißt 4,7 Mio. über Plan. Den Jahresfehlbetrag der GmbH haben wir mit 5,4 Mio. Euro ausgewiesen.
  • Die Koelnmesse Ausstellungen GmbH setzte 15,6 Mio. Euro um, 3,3 Mio. über Plan. Sie hat damit auch ihren Umsatz aus dem Vorjahr deutlich getoppt und erneut einen eigenen Unternehmensrekord aufgestellt. Und sie hat einen Überschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 6,6 Mio. Euro erzielt.

  • Unsere Auslandstochtergesellschaften haben zusammen 25,7 Mio. Euro umgesetzt und damit die Vorjahreszahlen von 19,7 Mio. Euro klar überschritten. Das zeigt uns erneut, dass in unserem Auslandsgeschäft - anderes als am Standort Köln - die geraden Messejahre die umsatzstärkeren sind.


Unsere Belegschaft ist weltweit leicht gewachsen. 685 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren 2014 im Durchschnitt beschäftigt: 550 bei der Koelnmesse GmbH, 14 bei der Koelnmesse Ausstellungen GmbH und 121 bei unseren Gesellschaften im Ausland. 2013 lag ihre Zahl bei 667. Wir nehmen unsere Rolle als Arbeitgeber sehr ernst. So gab es 2014 wieder zwei Stipendien im Rahmen der Bestenförderung der Universität Köln. Dort unterstützen wir weiterhin Forschung und Lehre des Instituts für Messewirtschaft und Distributionsforschung. Wir nehmen gemeinsam mit der Stadt Köln und sechs weiteren Kölner Firmen an einem Cross-Mentoring-Programm für Frauen in Führungspositionen teil. Unseren Mitarbeitern bieten wir flexible Arbeitszeitmodelle und legen großen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, darunter neue Möglichkeiten des mobilen Arbeitens, Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen sowie interkulturelle Trainings für unser internationales Geschäft.

Davon bekommen wir von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel zurück, wie die aktuelle Entwicklung zeigt. Wie schon mehrfach angesprochen, erwarten wir ein neues
Rekordjahr 2015 mit einem geplanten Konzernumsatz in Höhe von mehr als 300 Mio. Euro und einem geplanten Ergebnis von mehr als 20 Mio. Euro. 2016 rechnen wir noch einmal mit einem Fehlbetrag, ab 2017 wollen wir nachhaltig in den schwarzen Zahlen bleiben.

Dass sich im bisherigen Jahresverlauf 2015 die positive Entwicklung der Veranstaltungen nahtlos fortgesetzt hat, kommt zum rechten Zeitpunkt. Dass wir dringenden Investitionsbedarf haben, geht schon aus unserem Vorhaben Koelnmesse 3.0 hervor. Auch 2014 standen Investitionen in Höhe von 3,6 Mio. Euro Abschreibungen in Höhe von 16,7 Mio. Euro gegenüber.

Koelnmesse 3.0 ist das ambitionierteste Investitionsprogramm, das die Koelnmesse jemals aufgelegt hat. Unsere Gremien haben uns beauftragt, in den Jahren 2015 bis 2020 in einer ersten Phase Instandhaltungs- und Baumaßnahmen mit einem Volumen von 204 Mio. Euro umzusetzen. Insgesamt umfasst die Planung bis 2030 Investitionen in Höhe von mehr als 600 Mio. Euro.

Die Voraussetzungen dafür, dass wir diese Investitionen aus eigener Wirtschaftskraft und über den Kapitalmarkt finanzieren werden, sind gegeben. Die Koelnmesse hat nahezu alle Altschulden getilgt. Das Eigenkapital lag 2014 bei 106,8 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote bei respektablen 42,1 Prozent. Zum Vergleich: Im deutschen Mittelstand lag sie im selben Jahr im Durchschnitt bei 28 Prozent. Unsere Liquidität stellt sich außerordentlich gut dar, auch bedingt durch einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 21,3 Mio. Euro in 2014. Das heißt: Wir sind jederzeit flüssig und können neben der notwendigen Fremdfinanzierung auch eigenes Kapital investieren.

Auch wenn noch keine Bautätigkeit auf unserem Gelände sichtbar wird: Wir sind schon mittendrin in der Umsetzung von Koelnmesse 3.0. Es geht um umfangreiche Sanierungen vor allem des Südgeländes und um attraktivitätssteigernde Maßnahmen im Messeumfeld. Neu gebaut wird ein Terminal in der Mitte des Südgeländes, das die verschiedenen Hallen und Eingänge verbindet, eine CONFEX®-Halle für Conferences und Exhibitions, mit der wir die seit
Jahren bestehende Lücke im regionalen Angebot an Kongress-Locations schließen, eine Halle 1plus, die uns als zusätzliche Ausstellungsfläche während der Baumaßnahmen dient, und ein Parkhaus mit direkter Anbindung an die Zoobrücke.

Derzeit haben die Vorbereitungen der Instandsetzungsarbeiten im Südhallenbereich bereits begonnen. Sie werden uns bis zum Jahr 2030 beschäftigen. Für die Neubauten wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, für das Parkhaus ist das Bebauungsplanverfahren angestoßen. Das Parkhaus in einer Größenordnung von etwa 1.700 Parkplätzen ist das erste Bauvorhaben, das wir fertigstellen wollen, und zwar bis Mitte 2017. Es ist dringend notwendig, um den Messebetrieb in Zukunft aufrechtzuerhalten. Es stellt sicher, dass selbst bei Großmessen die Verkehrsbelastung der angrenzenden rechtsrheinischen Stadtteile durch Pkw und Lkw in einem angemessenen Rahmen bleibt.

Wir werden das Gelände in den kommenden Jahren bei laufendem Messebetrieb umbauen, ab Mitte 2018 wird die Halle 1plus dazu mit ihren zusätzlichen Flächen verfügbar sein. Die CONFEX®-Halle soll 2021 bezugsfertig sein, das Terminal nach heutigem Planungsstand 2024. Oberstes Ziel ist es, unseren Kunden auch während der Bauphase ein Gelände von hochwertigen 284.000 Quadratmetern zur Verfügung zu stellen.

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