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Neuer Bürostandort der Koelnmesse: Jury kürt Siegerprojekt

Architekturwettbewerb: Das Büro COBE Architekten aus Kopenhagen gewinnt

Die Jury hat einstimmig entschieden: Der Entwurf des dänischen Büros COBE Architekten wird Grundlage für die Umsetzung des neuen Bürostandorts der Koelnmesse am Messekreisel nahe dem Eingang Nord des Messegeländes. Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, lobt den Entwurf als "konsequente, aber eigenständige Fortführung der Form- und Architektursprache unseres Messegeländes. Er bleibt dabei wohltuend klar und repräsentiert die DNA der Koelnmesse als ein weltweit führendes Messeunternehmen am besten." Mit dem geplanten Neubau an der Deutz-Mülheimer Straße hält die Koelnmesse an ihrem Ziel eines langfristigen, zukunftssicheren und modernen Bürostandort fest.


Die Pläne von COBE Architekten haben die 15 Jurorinnen und Juroren in ihrer Sitzung am 17. Dezember 2020 überzeugt: "Der Entwurf aus Kopenhagen beantwortet aus Sicht der Jury alle aus der schwierigen Aufgabenstellung entstehenden Fragen in herausragender Weise", erklärt Kaspar Kraemer, Kölner Architekt und Vorsitzender der Jury. "Er setzt am bedeutenden Stadteingang 'Zoobrücke' das richtige Zeichen in seiner geschickten Kombination aus Präsenz und Zurückhaltung und schreibt in unprätentiös-selbstverständlicher, gleichzeitig eleganter Form die Struktur der bestehenden Messelandschaft fort ohne aufzutrumpfen. In zurückhaltender Noblesse zitiert er zudem Gestaltungselemente der zukünftigen Messearchitektur wie des Eingangs Ost, des Terminals, des Confex und der neuen Halle 1 im Westen des Geländes."

Das VerfahrenZur Lösung der Planungsaufgabe für den geplanten Neubau auf dem Gelände an der Deutz-Mülheimer Straße hatte sich die Koelnmesse entschlossen, einen Wettbewerb für Architekten in enger Abstimmung mit der Stadt Köln durchzuführen. In einem geschlossenen Verfahren waren seit Ende September 2020 sechs ausgewählte Architekturbüros zur Abgabe von Wettbewerbsbeiträgen aufgefordert, darunter lokale, nationale und internationale Büros. In dem anspruchsvollen Wettbewerb konnte sich das Architektenteam um Dan Stubbergaard von COBE Architekten durchsetzen. "Trotz der Schwierigkeiten, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, haben alle Teams mit hohem Einsatz an dem Projekt gearbeitet und hochklassige Entwürfe eingereicht", so Böse.

Idee der Verfasser und Begründung der Jury zum Siegerprojekt
Der skizzierte Messe-Campus besteht aus drei Bausteinen, der Firmenzentrale "Koelnmesse Terrassen" (Baufeld A), dem Parkhaus sowie einer Bebauung im Baufeld B. Die Volumina nehmen formal die städtebaulichen, orthogonalen Strukturen des Messeareals auf und reagieren mit einer Staffelung auf die halbrunde Form der Verkehrsinfrastrukturen im Osten des Geländes. Sie treten entlang der Deutz-Mülheimer Straße zurück und reduzieren ihre physische Präsenz, indem sie die Größe der Fassaden aufteilen und dazwischen eine neue Landschaft schaffen. Der Sockel erreicht mit 10 Metern die Höhe des Nordeingangs der Koelnmesse, während die Bürowelten in der Höhe folgen. Ein neuer Vorplatz schafft hier eine klare visuelle und physische Verbindung zwischen den neuen Büros und dem Messeeingang Nord und wird Scharnier zwischen dem Parkhaus und dem Nordeingang.

Zur Entscheidung der Jury erläutert Vorsitzender Kaspar Kraemer: "Der Entwurf wertet durch den Erhalt des Baumbestandes und eine parkähnliche Gestaltung der Außenanlagen mit großzügigen Wasserflächen den existierenden 'Unort' zu einem einladenden, urbanen Stadtraum auf, der nicht nur eine neue Adresse bildet, sondern auch den Anschluss an die neuen Stadträume im Norden an der Deutz-Mühlheimer Straße sicherstellt. Insgesamt stellt der Entwurf in seinen städtebaulichen, architektonischen und ökologischen Qualitäten einen hervorragenden Beitrag dar, der das Ensemble der Messebauten in ihrer Gesamtheit fortschreibt und die international bedeutende Position der Marke Koelnmesse nachhaltig stärken wird."

Herbert Marner, Geschäftsführer der Koelnmesse, ergänzt: "Der Siegerentwurf liefert ein optimales, flexibles Raumangebot unterschiedlicher Büroformen und schafft eine messeaffine, kommunikative Arbeitsatmosphäre bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit." Die Koelnmesse schafft hier neuen Spielraum, ihre Arbeitsbedingungen künftig individueller und attraktiver zu gestalten. Kommunikation und Kooperation, projektorientierte Arbeitsweisen und Flexibilität in Fläche und Raum, all dies sind Voraussetzungen für zukunftsorientiertes Leben und Handeln in der neuen Unternehmenszentrale der Koelnmesse.

Der weitere Zeitplan
"Den Siegerentwurf werden wir Anfang des neuen Jahres im Rahmen des laufenden Abstimmungsprozesses zum Neubauprojekt unserem Aufsichtsrat vorstellen", erläutert Messechef Böse. Schon Mitte 2025 will die Koelnmesse ihre neue Unternehmenszentrale beziehen, pünktlich zum dann auslaufenden Mietvertrag für den aktuellen Sitz der Unternehmenszentrale der Koelnmesse im ehemaligen KHD-Hochhaus.

Das Messehochhaus, in dem die Koelnmesse aktuell als Mieter untergebracht ist, ist in die Jahre gekommen. Trotz regelmäßiger Renovierungsmaßnahmen entsprechen Technik und Fassade nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Eine Anpassung des Gebäudes an die Erfordernisse der Koelnmesse nach Effizienz und Nutzungsflexibilität ist nur mit Einschränkungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koelnmesse möglich. Zudem ist die Bereitschaft der Eigentümerin zur zügigen Mängelbearbeitung unverändert schlecht. "Auf Dauer ist diese Situation nicht tragbar", so Marner, der sicher ist, "dass der Neubau im Vergleich zu einer Fortsetzung des Mietverhältnisses die deutlich wirtschaftlichere Lösung darstellt." Im Juli 2019 hat der Aufsichtsrat bereits grünes Licht für die weitere Planung gegeben.

Die Jury1. Kaspar Kraemer, Köln (Vorsitz)
2. Prof. Jörg Aldinger, Stuttgart
3. Prof. Manfred Ortner, Berlin
4. Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Koelnmesse
5. Jürgen Minkus, Köln
6. Markus Greitemann, Beigeordneter Stadt Köln / Stv.: Eva Herr, Leiterin Stadtplanungsamt Köln
7. Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH
8. Herbert Marner, Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH
9. Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH
10. Dr. Georg Klumpe, Zentralbereichsleiter Infrastruktur der Koelnmesse GmbH
11. Sabine Pakulat, Stadtentwicklungsausschuss Köln / Fraktion Die Grünen
12. Niklas Kienitz, Stadtentwicklungsausschuss Köln / CDU-Fraktion
13. Dr. Regina Börschel, BV Innenstadt / SPD-Fraktion
14. Ralph Sterck, Stadtentwicklungsausschuss Köln / FDP-Fraktion
15. Lothar Müller, Stadtentwicklungsausschuss Köln / Fraktion Die Linke


Über die Koelnmesse:Die Koelnmesse setzte 2019 weltweit über 400 Millionen Euro um und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter. Als Citymesse mitten in Europa bespielt sie das drittgrößte Messegelände in Deutschland und ist mit annähernd 400.000 m² Hallen- und Außenfläche unter den Top Ten der Welt. Die Koelnmesse organisiert und betreut jedes Jahr rund 80 Messen, Gastveranstaltungen und Special Events in Köln und in den wichtigsten Märkten weltweit. Mit ihrem Portfolio erreicht sie über 54.000 ausstellende Unternehmen aus 122 Ländern und rund drei Millionen Besucher aus mehr als 200 Nationen. In den kommenden Jahren investiert die Koelnmesse mit dem umfangreichsten Investitionsprogramm ihrer Geschichte mehr als 700 Millionen Euro in die Entwicklung des Geländes sowie ihre digitale Infrastruktur, um so sämtliche Eventformate der Zukunft abbilden zu können.

Fotomaterial zur Koelnmesse:
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