#koelnmesse

DE Icon Pfeil Icon Pfeil
DE Element 13300 Element 12300 EN
Text in die Zwischenablage kopieren

Statements zur Jahres-Pressekonferenz am 30.05.2022

Ausführungen von
Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Aufsichtsratsvorsitzende der Koelnmesse
Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse
Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse
Herbert Marner, Geschäftsführer der Koelnmesse

anlässlich der Jahres-Pressekonferenz der Koelnmesse am 30.05.2022, 12:30 Uhr im Congress Centrum Nord der Koelnmesse sowie auf der digitalen Event-Plattform Koelnmesse @eForum

Zur aktuellen Lage:
Henriette Reker: Die Koelnmesse hat das Geschäftsjahr 2021 zwar leider mit deutlichem Verlust, aber unter den gegebenen Umständen respektablem Ergebnis abgeschlossen. Die vergangenen zwei Jahre und auch die letzten Monate waren alles andere als einfach, aber das Team der Koelnmesse hat Mut und Durchhaltevermögen bewiesen. Mit großer Motivation hat es an neuen Messekonzepten gearbeitet. Wir haben hart gekämpft und sind auf dem richtigen Weg, auch wenn die Krisen noch nicht vorbei sind.

Gerald Böse: Die gute Nachricht: Messen sind wieder normal möglich! Unsere Kunden wollen zurück in die Messehallen, das haben unsere jüngsten Veranstaltungen in Köln genauso wie im Ausland ohne jeden Zweifel bestätigt.

Wir sind an der Spitze des Re-Starts. Wir waren Ende Januar mit der ISM und ProSweets Cologne wieder bei den Ersten, die die Tore geöffnet haben. Der Messeplatz Deutschland hat im Vergleich zum Ausland etwas länger gezögert, kommt aber jetzt mit großer Kraft zurück.

Es bleibt unsere wesentliche Forderung an die Politik in Bund und Land: Gebt uns und unseren Messekunden Planungssicherheit, unsere Veranstaltungen vorzubereiten, ohne neuerliche spontane Restriktionen für den Herbst befürchten zu müssen. Diese dringende Forderung trägt die gesamte deutsche Messewirtschaft einstimmig mit.

Unser Messekalender ist gut gefüllt. Das Spiel ist aber noch längst nicht gewonnen. Denn bei aller Freude über die Rückkehr zum physischen Event: Die Dimension der Vorveranstaltungen hat bisher kaum eine Messe erreicht. In dieser Gemengelage müssen wir in der Mischung aus neuer Hoffnung und gebotenem Realismus den richtigen Weg finden.

Solange der Krieg in der Ukraine in dieser Form anhält, werden wir russische und weißrussische Kunden nicht zu unseren Veranstaltungen zulassen. Ich bin aber überzeugt, dass der Messeplatz Deutschland aufgrund seiner Internationalität und Infrastruktur mit Blick auf die Kriegsfolgen ein Stück weit resilient ist.

Oliver Frese: Die durchgängige Kommunikation mit den Protagonisten einer jeweiligen Branche wird immer wichtiger. Wir sprechen zukünftig sicher nicht mehr nur isoliert von Ausstellern oder Besucherinnen und Besucher, sondern von dem Zusammenbringen einer gesamten Community. Damit verbunden wollen wir passgenau den richtigen Mix aus Live-Event und digitaler Reichweite bieten. Mit weltweiter digitaler Ausstrahlung wird auch der Besuch einer physischen Messe wertvoller. Zudem wollen wir, dass unsere Aussteller und unsere Besucherinnen und Besucher das ganze Jahr über im Dialog bleiben können, um das physische Highlight weiter aufzuladen.

Wir sehen eine verstärkte Kontinentalisierung von Messen. Das führt dazu, dass unsere Marken noch stärker in internationale Märkte exportiert werden. Unser Ziel dabei ist klar: Wir bauen unsere Kernkompetenzen im Zusammenspiel zwischen Köln und dem Ausland weiter aus.

Zur wirtschaftlichen Situation:
Herbert Marner: 2021 konnten insgesamt Umsätze in Höhe von 134,2 Millionen Euro erzielt und der Verlust auf 81,4 Millionen Euro begrenzt werden. Dies ist auf den erfolgreichen Re-Start der Veranstaltungen im Herbst 2021, die Durchführung des Impfzentrums, aber auch deutliche Sparmaßnahmen sowie Kurzarbeit bis September zurückzuführen.

Angesichts der vielfältigen externen Einflussfaktoren sind unsere Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2022 so volatil, dass sich konkrete Aussagen verbieten. Klar ist aber, dass unser Geschäft davon beeinträchtigt wird, und wir mit einer länger andauernden Delle rechnen müssen. Wir werden vermutlich vor 2025 die Talsohle nicht durchschritten haben.

Zu den Veranstaltungen:
Oliver Frese: Unter den 35 Veranstaltungen der Koelnmesse im Jahr 2021 waren 8 eigene Messen auf dem Kölner Messegelände. Es gab zudem 5 rein digitale Veranstaltungen, 10 Auslandsmessen sowie 12 Gastveranstaltungen und Special Events in Köln. Highlight für uns waren unsere Herbstveranstaltungen mit der Anuga an der Spitze, die allein 70.000 Besucher aus fast 170 Ländern nach Köln brachte.

Insgesamt nahmen mehr als 10.000 ausstellende Unternehmen aus 95 Ländern sowie knapp 470.000 Besucherinnen und Besucher aus 180 Ländern daran teil. 33 unserer Veranstaltungen weltweit mussten abgesagt oder – zum Teil mehrfach – verschoben werden, was für die jeweiligen Branchen und natürlich auch für unsere Teams mit großen Herausforderungen verbunden war.

In 2022 ist der Re-Start erfolgreich angelaufen. ISM und ProSweets Ende Januar, ebenso die h+h cologne im März waren sicher ein mutiger, auf jeden Fall aber erfolgreicher Auftakt. Mit unserer Anuga FoodTec im April haben wir dann erneut internationale Stärke bewiesen.

Im Messemonat Mai konnte die insureNXT mit einem beachtlichen, hochkarätig besetzten Programm auftrumpfen und die polisMOBILITY konnte bei ihrer Premiere vor ein paar Tagen als innovative Diskussionsplattform überzeugen. Am vergangenen Freitag ging unsere THE TIRE COLOGNE mit einer tollen Stimmung und rund 12.000 Besucherinnen und Besucher aus rund 100 Ländern zu Ende.

Als nächstes geht im Juni die Bildungsmesse didacta an den Start, gefolgt von der spoga+gafa, die trotz der aktuellen Ausfälle aus China einen Großteil des Messegeländes belegen wird. Im Juli folgt dann die spoga horse. Wir freuen uns natürlich sehr auf die gamescom Ende August, denn auch hier sind die Branche und die Fans hoch motiviert, das Thema wieder vor Ort live zu beleben.

Henriette Reker: Die polisMOBILITY ist eine Messe, die nicht nur in den Hallen der Koelnmesse stattgefunden hat, sondern das Thema Mobilität in die Stadt hineingetragen hat – und so nicht nur Fachbesucherinnen und Fachbesucher der Messe, sondern alle Kölnerinnen und Kölner, aber auch Touristen einbezogen hat: Beim polisCAMP auf dem Rudolfplatz, beim CityHUB auf den Ringen und bei den Best-Practice-Führungen an elf verschiedenen Standorten in der City. Wir haben die Messe in die Stadt geholt, um die Verkehrswende sichtbar und erlebbar zu machen. Für mich ist die polisMOBILITY ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen der Kernverwaltung der Stadt und der Koelnmesse. Gemeinsam gehen wir die urbane Mobilität der Zukunft an.

Gerald Böse: Der Re-Start in Deutschland gibt mir die begründete Hoffnung, dass wir nun 2022 auch
im Ausland wieder sichtbar zurück in die Spur kommen.

Bereits mit Erfolg und guten Prognosen absolviert sind die ANUFOOD Brazil und die IIDE in Indien, die ihren Platz im wichtigen Markt der Milchprodukte behauptet hat. Die Premiere der ORGATEC TOKYO war mit rund 22.000 Besuchern ein durchschlagender Erfolg. Ebenfalls gut gelaufen sind die interzum bogotá als internationaler Treffpunkt für die Möbelindustrie in Kolumbien, Pueri Expo und FIT 0/16 in Brasilien sowie die THAIFEX-Anuga Asia. Mit der h+h americas steht Ende Juni eine weitere Premiere in Chicago auf dem Programm. 2023 folgen die Kind + Jugend ASEAN und ISM Japan.

Die deutschen Expo-Beteiligungen bleiben eine Königsdisziplin der Koelnmesse. Der Deutsche Pavillon zur Expo 2020 Dubai wurde mit den wichtigsten Preisen ausgezeichnet und von 98 Prozent der Gäste mit sehr gut und gut bewertet. Nun wurde die Koelnmesse vom Bundeswirtschaftsministerium erneut mit der Organisation des Deutschen Pavillons zur nächsten großen Weltausstellung, der Expo 2025 Osaka, beauftragt.

Henriette Reker: In Brasilien konnte ich mir persönlich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Koelnmesse und ihrer Tochtergesellschaft vor Ort machen. In São Paulo haben wir die ANUFOOD Brazil besucht. Ich war beeindruckt von der unglaublichen Unterstützung durch nahezu alle führenden Verbände und Institutionen der lateinamerikanischen Ernährungsindustrie und auch der politischen Gremien. Die Handelsbeziehungen zwischen Mercosur und der EU, die durch erfolgreiche Messen vor Ort unterstützt werden, haben ja angesichts der Folgen des Ukraine-Kriegs gerade besondere Bedeutung.

In Dubai waren wir Ende November anlässlich des Deutschen Nationentags der Expo, an dem der Deutsche Pavillon natürlich besonders im Mittelpunkt stand. Hier hat die Koelnmesse sich als Botschafter eines positiven Deutschland-Bilds verdient gemacht. Am Konzept des Deutschen Pavillons, dem Campus Germany, war übrigens mit der Agentur facts+fiction ein weiteres Kölner Unternehmen beteiligt.

Zum Investitionsprogramm Koelnmesse 3.0:
Herbert Marner: Der Bau des Confex schreitet voran und wir liegen gut im Zeitplan. Wir halten auch angesichts erheblicher Kostensteigerungen an der Umsetzung der neuen Event- und Kongresslocation fest, die für den Standort Köln dringend benötigt wird und 2024 wie geplant an den Start gehen soll. Den aktuellen Herausforderungen können wir dank unserer flexiblen Risiko- und Budgetsteuerung begegnen. Wir werden auch Teile unseres Investitionsprogramms zeitlich strecken.

Zum Thema Nachhaltigkeit:
Gerald Böse:
Nachhaltigkeit ist immer deutlicher Teil der zentralen Anforderungen unserer Kunden. Es ist kein Nice-to-have, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit, mit den vorhandenen Ressourcen möglichst effizient und sparsam umzugehen und auch Kreislaufsysteme für unsere Messen aufzubauen. Es geht uns darum, Ökologie und Ökonomie in Balance zu bringen und so unsere Verantwortung für die Gesellschaft zu leben.

Wir haben im November 2021 die Net Zero Carbon Initiative des Messeweltverbands UFI gezeichnet und bekennen uns zu dem Ziel, bis 2050 einen Netto-Null- CO2-Fußabdruck mit unseren Events zu hinterlassen. Nun sind wir dabei, Nachhaltigkeit als Teil unserer Unternehmensstrategie zu implementieren.

Zur Digitalisierung
Gerald Böse: So wichtig die Hybridisierung unserer Veranstaltungen ist, der Kern unserer Tätigkeit bleibt die physische Interaktion von Menschen. Auch in den kommenden 10 oder 20 Jahren. Daran wird sich nichts ändern. Aus diesem Kern heraus liefern und entwickeln wir neue digitale Produkte, die unseren Kunden helfen, sich aber auch verkaufen lassen.

Oliver Frese: Unser Ziel ist es, jede Messe digital so aufzuladen, dass es für die jeweilige Branche optimal passt und die Kunden maximalen Mehrwert haben. Gute Erfahrungen haben wir mit der Anuga im vergangenen Jahr gemacht. Sie war die größte hybride Messe bis dato nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die kommende spoga+gafa wollen wir auf eine 365-Tage aktive Ganzjahresplattform erweitern.
Text in die Zwischenablage kopieren

Statements on the occasion of Koelnmesse's annual press conference 2022

Statements by
Mayor Henriette Reker, Chairwoman of Koelnmesse's Supervisory Board
Gerald Böse, Chief Executive Officer of Koelnmesse
Oliver Frese, Chief Operating Officer of Koelnmesse
Herbert Marner, Chief Financial Officer of Koelnmesse


on the occasion of Koelnmesse's annual press conference at 12:30 pm on 30 May 2022, at Koelnmesse's Congress Centrum Nord as well as on the digital event platform Koelnmesse @eForum

On the current situation:
Henriette Reker: Koelnmesse unfortunately finished the 2021 fiscal year with a significant loss, but it also showed a respectable result under the circumstances. The past two years and even the last few months have been anything but easy, yet the Koelnmesse team has shown great courage and stamina. It has worked on new trade fair concepts with tremendous dedication. We have fought hard and are on the right track, even if the crises are not over yet.

Gerald Böse: The good news is that it is possible to hold trade fairs again as normal! Our customers want to return to the exhibition halls, and our recent events in Cologne as well as abroad have confirmed this without a doubt.

We are at the forefront of the re-start. We were once again among the first to open our doors at the end of January with ISM and ProSweets Cologne. Compared to other countries, the trade fair business in Germany has hesitated a bit longer, but is now rebounding with great force.

Our primary demand of politicians at the federal and state levels remains: Give us and our trade fair customers planning security to prepare our events without having to fear new restrictions for the fall at moment's notice. The entire German trade fair sector unanimously supports this urgent demand.

Our trade fair calendar is well filled. But the game is far from being won. For all the joy about the return to physical events, hardly any trade fair has reached the dimension of the previous events so far. We have to find the right path between newfound hope and the required realism in this situation.

As long as the war in Ukraine continues in this form, we will not allow Russian and Belarusian customers to attend our events. However, I am convinced that Germany's internationality and infrastructure will deem it resilient to the consequences of war.

Oliver Frese: Consistent communication with the stakeholders in each sector is becoming increasingly important. In the future, we will certainly no longer be talking about exhibitors or visitors in an isolated way, but about bringing together entire communities. In conjunction with this, we want to offer the right mix of live event and digital reach. Digital transmission on a global scale will serve to increase the value of visiting physical trade fairs as well. We also want our exhibitors and our visitors to be able to stay in dialogue throughout the year to further energise the physical events as absolute highlights.

We are seeing a rise in continentalisation of trade fairs. As a result, our brands are increasingly being exported to international markets. Our goal here is clear: We are further expanding our core competencies in the interaction between Cologne and abroad.

On the economic situation:
Herbert Marner: In 2021, we achieved total turnover amounting to 134.2 million euro and limited our loss to 81.4 million euro. This is due to the successful re-start of events in fall of 2021, implementation of the vaccination centre, as well as significant cost-cutting measures and short-time work until September.

In light of the many external influencing factors, our forecasts for the current fiscal year 2022 are so volatile that it is impossible to make precise statements. It is clear, however, that our business will be affected by this and we must expect a longer-term dip. It is unlikely that we will have passed through the bottom of this before 2025.

On the events:
Oliver Frese: Koelnmesse's 35 events in 2021 included 8 of its own trade fairs at the trade fair grounds in Cologne. There were also 5 purely digital events, 10 foreign trade fairs, as well as 12 guest events and special events in Cologne. Our fall events were the highlights for us. Anuga was the pinnacle of this and brought 70,000 visitors from nearly 170 countries to Cologne.

In total, more than 10,000 exhibiting companies from 95 countries and almost 470,000 visitors from 180 countries took part. 33 of our events worldwide had to be cancelled or postponed - in some cases several times - which posed major challenges for the respective sectors and, of course, for our teams.

In 2022, the re-start has begun successfully. ISM and ProSweets at the end of January, as well as h+h cologne in March, were certainly a bold but successful start. We then demonstrated our international strength once again with Anuga FoodTec in April.

In the trade fair month of May, insureNXT comprised a remarkable top-class programme and polisMOBILITY impressed its participants as an innovative platform for exchange at its premiere just a few days ago. Last Friday, THE TIRE COLOGNE concluded with a great atmosphere and about 12,000 visitors from around 100 countries.

Next up in June is the education trade fair didacta, followed by spoga+gafa, which will occupy a large part of the trade fair grounds despite the current cancellations from China. This will be followed in July by spoga horse. We are, of course, very much looking forward to gamescom at the end of August, as the industry and fans are also highly motivated to bring the topic back to life on site.

Henriette Reker: polisMOBILITY is a trade fair that not only took place in the Koelnmesse halls, but also brought the topic of mobility into the city - and thus involved not only trade fair visitors, but Cologne residents and even tourists. It extended to include the polisCAMP at Rudolfplatz, the CityHUB along the Ring streets and best-practice tours at eleven different locations throughout the city. We truly brought the trade fair to the city to make the transport revolution visible and tangible. For me, polisMOBILITY is a prime example of the successful cooperation between the city's administration and Koelnmesse. Together, we are tackling the topic of the future of urban mobility.

Gerald Böse: The re-start in Germany gives me reason to hope we will now also get back on track abroad in a real way in 2022.

We have already successfully completed ANUFOOD Brazil and IIDE in India, which has maintained its place in the important market of dairy products. The premiere of ORGATEC TOKYO was a resounding success with around 22,000 visitors. The interzum bogotá as the international meeting place for the furniture industry in Colombia, Pueri Expo and FIT 0/16 in Brazil, and THAIFEX-Anuga Asia all went well. With h+h americas, another premiere is on the agenda at the end of June in Chicago. Kind + Jugend ASEAN and ISM Japan will follow in 2023.

The German Expo participations remain one of Koelnmesse's strong suits. The German Pavilion at Expo 2020 Dubai won the most important awards and was rated good or even excellent by 98 percent of the guests. Koelnmesse has now once again been commissioned by the German Federal Ministry of Economics and Technology to organise the German Pavilion at the next major world exhibition, Expo 2025 Osaka.

Henriette Reker: In Brazil, I was able to gain a personal impression of what Koelnmesse and its subsidiary on site have accomplished. We visited ANUFOOD Brazil in São Paulo. I was impressed by the incredible support from almost all the leading associations and institutions of the Latin American food sector, as well as the political committees. The trade relations between Mercosur and the EU, which are supported by successful local trade fairs, are now of particular importance in view of the consequences of the Ukraine war.

We were in Dubai at the end of November on the occasion of the German Nation's Day at the Expo, where the German Pavilion was of course particularly in the spotlight. Koelnmesse has rendered outstanding services here as an ambassador of a positive image of Germany. Incidentally, another Cologne-based company, the facts+fiction agency, was involved in the concept of the German Pavilion, Campus Germany.

On the Koelnmesse 3.0 investment programme:
Herbert Marner: The construction of the Confex is progressing and we are well on schedule. Even in the face of considerable cost increases, we are sticking to the implementation of the new event and congress location, which is urgently needed for the Cologne site and is scheduled to be launched in 2024 as planned. We are able to meet the current challenges thanks to our flexible risk and budget management. We will also be stretching out parts of our investment programme in terms of time.

On the topic of sustainability:
Gerald Böse: Sustainability is an increasingly significant part of our customers' key requirements. It is not just nice to have, but an economic necessity to use existing resources as efficiently and sparingly as possible, and also set up circular economies for our trade fairs. We are focussed on balancing ecology and economy as our contribution to making the world a better place.

We signed up to the UFI Net Zero Carbon Initiative in November 2021, thus committing to the goal of leaving a net zero carbon footprint with our events by 2050. We are currently in the process of implementing sustainability as part of our corporate strategy.

On digitalisation
Gerald Böse: As important as the hybridization of our events is the core of our business remains the physical interaction between people. This holds true for the next 10 or 20 years as well. Nothing will change in this regard. Based on this foundation, we deliver and develop new digital products that help our customers, while also increasing turnover. 

Oliver Frese: Our goal is to digitally energise every trade fair in such a way that it perfectly fits the respective sector and customers have maximum added value. We had a good experience with Anuga last year in this regard. It was the largest hybrid trade fair to date not only in Germany, but worldwide. We want to expand the upcoming spoga+gafa to a platform that is active 365 days a year.

Funktionen

Artikel drucken
Artikel teilen via
Artikel als PDF herunterladen
Other languages
Passendes Bildmaterial