#koelnmesse

Für den sorgfältigen Umgang mit Ressourcen und den Schutz der Umwelt setzt die Koelnmesse bei einer Reihe von Prozessen an und baut bereits etablierte Maßnahmen weiter aus. Diese verbessern sowohl die Energiebilanz der einzelnen Veranstaltungen als auch des Verwaltungsgebäudes.

Der Koelnmesse-Beitrag zur Luftreinhaltung

  • Für die Entladung der Lkw nutzt die Koelnmesse bis zu 120 Gabelstapler auf dem Gelände. Diese wurden sukzessive zu 80 Prozent durch umweltfreundliche Diesel/Hybrid- und zu 20 Prozent durch gasbetriebene Stapler ausgetauscht. Dies reduziert den Dieselverbrauchs um bis zu 50 Prozent.
  • Laut einer Befragung nutzen etwa 23 Prozent aller Messebesucher und über 25 Prozent aller Aussteller das kostenfreie VRS Ticket der Koelnmesse. Unterstützt wird diese Maßnahme durch die optimale ÖPNV-Anbindung des Kölner Messeareals. Es liegt nur wenige Schritte vom Bahnhof Köln Messe/Deutz sowie einer Straßenbahnhaltestelle entfernt. Das ist nicht nur praktisch für Messeteilnehmer, sondern entlastet den Straßenverkehr und schont damit die Umwelt.
    2019 wurde der Vertrag verlängert und das Angebot der umweltgerechten Anreise wird aktiver beworben mit dem Ziel, die Quote noch weiter zu steigern.
  • Vor allem während der großen Messen kommt es in Köln zu vermehrtem Verkehrsaufkommen. Mit ihrem Logistikkonzept, der engen Zusammenarbeit mit dem Verkehrsamt der Stadt Köln und der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs trägt die Koelnmesse dazu bei, die negativen Einflüsse auf den Straßenverkehr und den Ausstoß von Emissionen wesentlich zu reduzieren. Die Logistikexperten steuern mit moderner IT-Technik den Auf- und Abbauverkehr.
  • Seit Eröffnung des neuen Messeparkhaus Zoobrücke 2018 können alle LKW ab 3,5 Tonnen zu einem Sammelplatz in unmittelbarer Messenähe gelenkt werden. Dadurch entfallen Wartezeiten mit laufendem Motor auf der Straße – und damit schädliche Emissionen.
  • 2018 und 2019 hat die Koelnmesse für die Digitalisierung des Verkehrsmanagements von der Bundesregierung insgesamt rund 4,2 Millionen Euro Fördergelder bewilligt bekommen. Den gleichen Betrag stellt sie selbst. Insgesamt fließen so bis voraussichtlich 2024 rund 8,5 Millionen Euro in Abstimmung mit der Stadt Köln in die Optimierung und Steuerung der Koelnmesse Besucher- und Lkw-Verkehre – und damit im Ergebnis in die Reduktion der Emissionen. Das Ziel der Maßnahme ist, weniger Stau und weniger Wartezeit zu produzieren - und im Ergebnis auch weniger Emissionen.
  • Das von der Koelnmesse im Rahmen des Investitionsprogramms Koelnmesse 3.0 gebaute Messeparkhaus Zoobrücke liegt direkt an der Autobahnzufahrt sowie fußläufig zur Straßenbahnstation Deutz/Koelnmesse.
    Künftig stehen mit einem neuen Mobility Hub außerhalb von Messezeiten 3.200 P+R Parkplätze der Öffentlichkeit ganztägig an sieben Tagen zur Verfügung. Der Mobility-Hub vernetzt den Individualverkehr mit umweltfreundlichen Verkehrsträgern und Verkehrsmodellen wie ÖPNV, Carsharing, Bike-Sharing, E-Hailing - dem Herbeirufen von Taxis und die Vermittlung von Fahrgelegenheiten - sowie On-demand Travel Services.

Steigerung der Energieeffizienz

  • Die Koelnmesse hat von einer eigenen Energiezentrale auf Fernwärme umgestellt. Seit Anfang 2016 produziert die Koelnmesse ihren Strom umweltfreundlich mit einem Blockheizkraftwerk selbst. Mit dieser Maßnahme reduzierte die Koelnmesse den jährlichen CO2-Ausstoßes um 3.200 Tonnen
  • Die 11 Hallen der Koelnmesse mit insgesamt 284.000 Quadratmeter Fläche haben einen signifikanten Energiebedarf, der durch die laufende Gebäudesanierung permanent verringert wird. 200.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Südgelände werden im Rahmen des Investitionsprogramms Koelnmesse 3.0 auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Auch die Technik der Nordhallen wird derzeit an wichtigen Stellen ergänzt.
    Mit diesen Maßnahmen wird die Koelnmesse den Energieverbrauchs für Wärme um bis zu 30 Prozent oder 3 Gigawatt und den Stromverbrauch der Haustechnik um bis zu 25 Prozent oder 3 Gigawatt ab 2019 jährlich reduzieren, wenn alle Maßnahmen abgeschlossen sind.

Ressourcenmanagement

  • Die Koelnmesse legt Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen. Weit mehr als 90 Prozent der in einem Jahr entstehenden Abfälle werden der Verwertung zugeführt.
  • Weit vor Gültigkeit der neuen EU-Verordnung zum Einweg-Plastik-Verbot werden auf Messen keine Strohhalme mehr ausgegeben und wurden Einweglösungen auf nachhaltige Lösungen wie Materialien aus Bagasse oder PLA (Polymilchsäure, lebensmittelechter Bio-Kunststoff aus Kartoffel- bzw. Maisstärke und Milchsäure, voll biologisch abbau- und kompostierbar innerhalb weniger Wochen) umgestellt. Weiterhin wird bei Umverpackungen auf Aluminium und Plastikfolien verzichtet.
  • Auch das Messemanagement sorgt selbst proaktiv wo es geht für einen ressourcenschonenden Mitteleinsatz. Beispielsweise wird auf mehreren Messen auf die Teppichauslage verzichtet oder Licht, Heizungs- und Klimaanlage abhängig vom Publikumsverkehr gesteuert.
    Die von der Koelnmesse vertriebenen Messestände bestehen zum Großteil aus Systemmaterial, das vielfach widerverwendet wird.
  • Bei der Standbeleuchtung wurde mit den Vertragspartnern auf energiesparende und umweltfreundliche LED umgestellt.

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