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41. ISM in Köln mit Besucherplus von fünf Prozent

  • Eröffnung der ISM mit Bundeswirtschaftsminister Brüderle
  • Partnerland Türkei zeigt starkes Profil
  • Exklusiver CEO-Lunch
  • New Product Showcase mit Top-Innovationen
  • Kreativer Input durch Sonderschauen "ISM-Chocolate Master"
    und "Sweet Seasons"
  • 1. ProSweets Cologne Conference "Flavour Ingredients" gut besucht


Zum Abschluss der 41. Internationalen Süßwarenmesse (ISM) äußerten sich Veranstalter wie Aussteller überaus zufrieden mit dem Messeverlauf. Vier Tage lang zeigte die internationale Süßwarenwirtschaft in Köln Profil und traf damit den Geschmack der rd. 32.300 Besucher (2010: 30.871), die aus fast 150 Ländern nach Köln reisten. "Mit dieser kontaktstarken Messe hat die ISM ihre Bedeutung als wichtigste internationale Plattform für den Handel mit Süßwaren und Knabberartikeln klar unterstrichen", sagte Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. "Noch mehr Internationalität, hohe Besucherqualität, direkter Marktzugang: Dies sind die unbestrittenen Stärken der ISM." "Der Gesprächsbedarf war in diesem Jahr wegen der angespannten Rohstoffsituation besonders hoch", ergänzte Tobias Bachmüller, Vorsitzender des Arbeitskreises Internationale Süßwarenmesse und geschäftsführender Gesellschafter Katjes Fassin GmbH & Co. KG. "Die Verhandlungen waren daher sehr intensiv." Zum ersten Mal präsentierte die ISM ein Partnerland, die Türkei, die sich mit einem starken Auftritt erfolgreich profilierte. Eröffnet wurde die ISM von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gemeinsam mit dem türkischen Staatsminister für Außenhandel M. Zafer Çağlayan.

Der Bundeswirtschaftsminister unterstrich im Rahmen der Eröffnung die Bedeutung der Süßwarenwirtschaft als Arbeitgeber und Ideentreiber. Die deutsche Süßwarenindustrie ist mit einem Umsatz von 12,3 Milliarden Euro im Jahr 2010 der drittgrößte Zweig der deutschen Ernährungsindustrie und liegt mit einer Exportquote von über 40 Prozent im gesamten Nahrungsmittelsektor weit über dem Durchschnitt.

1.494 Anbieter aus 64 Ländern präsentierten in diesem Jahr erneut einen umfassenden und internationalen Überblick über Süßwaren und Knabberartikel. Der Auslandsanteil bei den Ausstellern betrug 82 Prozent. Zahlreiche Produktneuheiten sorgten für Aufmerksamkeit und zeigten, dass das Stimmungsbarometer der Branche durchaus positiv und optimistisch ausschlägt - den steigenden Rohstoffpreisen und Energiekosten zum Trotz.

Die sehr gute Präsenz des deutschen Handels wurde von deutschen wie von ausländischen ISM-Ausstellern positiv bewertet. Aus allen Handelskanälen und Handelshäusern wurden hochkarätige Besucher registriert. Begrüßt wurde auch der Besucherzuspruch aus dem Süßwarenfachhandel, der besonders für die kleineren und mittleren Unternehmen eine wichtige Absatzschiene darstellt.

Das Thema Export ist nicht nur für die deutsche Süßwarenindustrie besonders wichtig. Auch die ausländischen Aussteller suchen den Kontakt zu Abnehmern aus der ganzen Welt.

Sehr gut war der Auslandsbesuch an allen Tagen. Sein Anteil an der Besucherzahl steigt erneut mit 64 Prozent sehr hoch. Steigerungen gab es u. a. bei den Besuchern aus Nord-, Mittel- und Südamerika. Auch der Besuch aus Osteuropa , v. a. aus Russland, nahm zu. Stabil blieb der Besuch aus Nahost, aus Asien und aus den afrikanischen Staaten ging der Besuch dagegen leicht zurück.

Entscheidend war für die Aussteller jedoch vor allem die Qualität der Fachbesucher, die übereinstimmend als ausgezeichnet herausgestellt wurde. "Die Qualität der Besucher ist für die Gespräche ausschlaggebend", betonte ein Hersteller. "Nur gemeinsam mit Top-Einkäufern können wir gute Ergebnisse erzielen." Ersten Befragungen zufolge äußerten sich rd. 75 Prozent der Aussteller zufrieden bis sehr zufrieden mit dem Messeverlauf und daher optimistisch im Hinblick auf das Nachmessegeschäft.
Für wichtige Impulse sorgten neue Produkte, die von innovativen Schokoladen- und Pralinenkonzepten bis zu leichten Snackvarianten reichten. Stark gefragt waren wie in den Vorjahren zuckerreduzierte Süßwaren und Süßwaren mit Zusatznutzen und in neuen Geschmacksrichtungen.

Zum zweiten Mal fand im Rahmen der ISM der CEO-Lunch statt, ein hochklassiges Event für die Top-Manager der Branche. Werner Michael Bahlsen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bahlsen GmbH & Co. KG, und Roland Neuwald, Sprecher der Geschäftsleitung der Real GmbH, diskutierten über die Zukunft der Süßware. Herausragendes Thema war auch hier der Druck am Rohstoffmarkt.

Wichtige Anlaufstelle für Trendscouts war erneut das New Product Showcase im Messeboulevard. 87 neue Produkte wurden hier von Unternehmen aus der ganzen Welt präsentiert. Zum zweiten Mal wählten etwa 100 Journalisten die Top-Innovationen aus der Präsentation des New Product Showcase. Die Gewinner sind das Schweizer Unternehmen Cacobean AG aus Basel und ihre neue Schokoladenlinie für Kinder mit 40 Prozent weniger Zucker in Verbindung mit Märchen- und Geschichtenbüchern, das deutsche Unternehmen ültje mit ihren "Bolivianischen Erdnüssen" sowie das belgische Unternehmen Pralibel N.V. mit innovativen Schicht-Pralinenkreationen in nostalgischer Schachtel. Die drei Top-Innovationen unterstreichen nicht nur die Vielseitigkeit, sondern auch die hohe Internationalität der Süßwarenbranche, die sich zum 41. Mal zur ISM in Köln präsentiert.

Auf großen Zuspruch stieß die neue ISM-Sonderschau "ISM-Chocolate Master: The Art of Sweet Temptation". Die Maîtres Chocolatier Axel Hanf und Lothar Buss zeigten in unterhaltsamen Life-Demonstrationen Handwerkskunst und innovatives Schokoladendesign auf höchstem Niveau und vermittelten den Besuchern der ISM neue Ansätze für kreative Schokoladen- und Pralinenkreationen.

Unter dem Titel "Sweet Seasons" zeigten 19 Studierende der Köln International School of Design (KISD) neue Ideen für Süßigkeiten zu besonderen Anlässen im Leben. Die Designs zeichneten sich erneut durch Humor und Kreativität aus und boten viel Input für Industrie und Handel.
Im Begleitprogramm zur ISM fand die erste ProSweets Cologne Conference statt, die unter dem Titel "Flavouring Ingredients" fachtechnisches und marktrelevantes Know-how zum Thema Aromatechnologien und Verbraucherpräferenzen in der Süßwarenindustrie vermittelte. Ca. 60 Teilnehmer aus Produktion und Technik nutzten die Gelegenheit zu umfassender, fachspezifischer Information in kurzen knappen Vortragseinheiten. Organisator der ProSweets Cologne Conference war die FachInform GmbH, Herausgeber des Fachmagazins FOOD DESIGN, in Kooperation mit der Koelnmesse GmbH.

Im kommenden Jahr wird parallel zur ISM wieder die ProSweets Cologne stattfinden. Mit der ProSweets Cologne bietet die Koelnmesse den auf die Süßwarenindustrie zielenden Anbietern von Ingredienzien, Verpackungen sowie von Prozess- und Verpackungstechnologien die einzige eigenständige und branchenspezifische Plattform. Im Verbund mit der ISM bilden beide Messen die gesamte Wertschöpfungskette der Süßwarenwirtschaft an einem Messestandort ab - beginnend mit den einzelnen Rohstoffen über die Technologie und Verpackung bis hin zum ladenverkaufsfertigen Produkt. 2011 setzte die ProSweets Cologne turnusgerecht aus.

Die ISM 2011 in Zahlen:An der ISM 2011 beteiligten sich auf einer Bruttofläche von 110.000 m² 1.494 Anbieter aus 64 Ländern, davon 82 Prozent aus dem Ausland. Darunter befanden sich 226 Aussteller und 45 zusätzlich vertretene Unternehmen aus Deutschland sowie 1.202 Aussteller und 21 zusätzlich vertretene Unternehmen aus dem Ausland. Zur ISM 2011 kamen rd. 32.300 Fachbesucher aus fast 150 Ländern, der Auslandsanteil lag bei 64 Prozent.

Die 42. ISM findet statt vom 29. Januar bis 1. Februar 2012.
Die sechste ProSweets Cologne, Internationale Fachmesse für die Zulieferindustrie der Süßwarenwirtschaft,
findet 2012 erneut parallel zur ISM statt.

Wichtige Links:Allgemeine Informationen:
www.ism-cologne.de

www.prosweetscologne.de

New Product Showcase

KISD-Sonderschau "Sweet Seasons"