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Koelnmesse: ab 2015 nachhaltig in der Gewinnzone

Struktur- und Effizienzprogramm bringt mehr als 10 Mio. ¤ pro Jahr

Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Koelnmesse haben wichtige Schritte zur Zukunftssicherung des Unternehmens beschlossen. Dies sind vor allem Veränderungen der Organisationsstruktur und Maßnahmen zur spürbaren Effizienzsteigerung. Weitere strategische Weichenstellungen umfassen insbesondere ein straffes Management des Messeportfolios und einen deutlichen Fokus auf Wachstum im In- und Ausland. Diese Maßnahmen, so Messechef Gerald Böse vor Medienvertretern, werden mittelfristig in Summe ein Ergebnispotenzial in Höhe von mehr als 10 Millionen Euro im Jahr ausmachen und das Unternehmen bis 2015 nachhaltig in die Gewinnzone zurückführen. "Der Oberbürgermeister und der Aufsichtsrat stehen hinter uns", so Böse. Die Gremienbeschlüsse seien "einmütig und in großer Geschlossenheit erfolgt".

Wirtschaftskrise, hohe Hallenmieten, aber auch eine sehr komplexe Unternehmensstruktur, die den aktuellen Marktentwicklungen nicht angepasst war, haben bei der Koelnmesse in den vergangenen Jahren für Verluste gesorgt. Ein erstes "Effizienzprogramms 2012plus" der Messe hatte schon ab 2008 signifikante Einsparungen erbracht. Im Jahr 2010 wurde darüber hinaus ein umfassender interner Reorganisationsprozess gestartet, zu dem schließlich seitens der Geschäftsführung und der Gesellschafter ein Beraterteam unterstützend hinzugezogen wurde. Sämtliche Ergebnisse sind nun in die Aufsichtsratsbeschlüsse eingeflossen. Im Einzelnen:
* Das Messeprogramm wird sich mittel- und langfristig auf klar definierte Themenfelder konzentrieren. Die Marketingbereiche werden von vormals sieben in vier Bereiche überführt: Einrichtung, Ernährung, Digitale Medien sowie Haus Garten & Freizeit. Es ist vorgesehen, aus den bestehenden Weltleitmessen weitere Kompetenzbereiche - beispielsweise im Gesundheitswesen - zu entwickeln. Der Aufsichtsrat befürwortet grundsätzlich gezielte Investitionen zur Stärkung einzelner Kompetenzfelder.
* Die Koelnmesse wird international viel stärker auftreten und will im Ausland deutlich wachsen. Die Geschäftsführung wird dem Aufsichtsrat dazu eine gezielte Strategie vorschlagen.
* Durch Maßnahmen in den Bereichen Kostenmanagement und Organisation werden ab sofort ergebniswirksame Effizienzsteigerungen realisiert, die bereits ab 2013 über 10 Millionen Euro im Jahr erreichen und das Unternehmen ab 2015 nachhaltig in die Gewinnzone führen. Das entspricht mehr als acht Prozent der Sachkosten. "Diese Maßnahmen", so Messechef Böse, "werden wir ohne Abstriche bei der Messequalität für Aussteller und Besucher realisieren." Mögliche Effekte aus einer dauerhaften Mietsenkung für die Nordhallen des Messegeländes sind in diesen Zahlen nicht enthalten.
* Ein weiterer Personalabbau über die bereits zuvor beschlossenen und schon weitgehend umgesetzten 80 Stellen hinaus ist damit nicht verbunden.
* Die Zuständigkeiten innerhalb der dreiköpfigen Geschäftsführung werden in Zukunft neu zugeschnitten. Gerald Böse führt als Vorsitzender der Geschäftsführung unter anderem die Bereiche Corporate Development und International und damit das für die weitere Zukunft mit entscheidende Wachstum im Ausland, sowie die Unternehmenskommunikation. Das operative Messemanagement für das gesamte inländische Veranstaltungsprogramm verantwortet in Zukunft ein COO (Chief Operating Officer). Dieser Posten ist neu zu besetzen, nachdem Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt das Unternehmen verlassen hat. Finanz-Geschäftsführer Herbert Marner leitet das Management der gesamten Infrastruktur und weitere Zentralbereiche.

Messechef Gerald Böse: "Wir sind stolz darauf, die Wende aus eigener Kraft und durch eigene Effizienzmaßnahmen zu schaffen. Wir werden eine der ganz wenigen deutschen Messegesellschaften sein, die aus eigener Kraft mit eigenem Messegelände schwarze Zahlen schreibt." Mit Umsetzung der geplanten Maßnahmen werden für das operative Geschäft auch keine zusätzlichen Finanzmittel seitens der Gesellschafter erforderlich sein, die zu einer weiteren Belastung der kommunalen Haushalte geführt hätte. Böse: "Unser Zukunftsprogramm ist eine exzellente Grundlage zur Weiterentwicklung unserer weltweit führenden Messemarken an einem der Top-Standorte in der Welt."