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Ausführungen von Oberbürgermeister Jürgen Roters anlässlich der Jahres-Pressekonferenz der Koelnmesse am 02.07.2014

Zwei wichtige Botschaften möchte ich voranstellen:

1. Die Geschäftsführung der Koelnmesse hat Wort gehalten, als sie uns - ihren Gesellschaftern, der Stadt und den Kölnerinnen und Kölnern - die nachhaltige Wende versprochen hat. Das zeigen eindrucksvoll die wirtschaftlichen Ergebnisse des Jahres 2013. Diese machen mich sicher, dass die Koelnmesse auch die Prognose, in den kommenden Jahren im Durchschnitt Gewinne zu erzielen, umsetzen wird.

2. Die Koelnmesse hat sehr genaue Vorstellungen davon, wie es weitergeht. Sie weiß, wie sie ihre unternehmerische Zukunft gestalten wird, um in ihrem wettbewerbsintensiven Geschäft in den kommenden Jahrzehnten zu bestehen. Das bezieht sich auf das Veranstaltungsprogramm ebenso wie auf das Gelände und die Infrastruktur.

Es geht also nicht nur um die vergangenen Erfolge. So wichtig uns der heutige Rückblick auf ein erfolgreiches 2013 und ein gutes erstes Halbjahr 2014 ist, so wichtig ist auch die Sicht nach vorn. Es gilt, gute Zeiten wie diese für die Zukunftssicherung zu nutzen. Die Koelnmesse will und muss in ihre Veranstaltungen und in ihr Gelände investieren,

  • weil der Wettbewerb dies erfordert,
  • weil der Konzentrationsprozess im Messegeschäft fortschreitet
  • und weil wir Kölner auch morgen und übermorgen vom Aufenthalt der Messeteilnehmer in unserer Stadt profitieren wollen.


Das geht nicht zum Nulltarif. Und deshalb ist der Satz, den Sie über dem Podium lesen, programmatisch für die kommenden Jahre:

"Die Koelnmesse gewinnt und investiert."

Das Unternehmen hat aus eigener Kraft wieder die Gewinnzone erreicht. Dies hat es dank des großen Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Hauses geschafft, bei denen ich mich dafür herzlich bedanke - sowohl als Oberbürgermeister im Namen der Stadt als auch in meiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender im Namen des Unternehmens. Die Mannschaft hat hart gearbeitet, und sie wird dies auch in Zukunft tun.

Sie wird es tun müssen. Es ist ohne Alternative, den Gewinn des Jahres 2013 und weitere zu erwartende Überschüsse in die Zukunft zu investieren. Die Koelnmesse arbeitet intensiv an einem Masterplan, der das Gesicht des Messegeländes verändern wird. Dies ist notwendig, wenn wir in fünf, zehn und zwanzig Jahren noch unseren Status unter den Top-Messestandorten der Welt halten wollen. Gerade hier im Rechtsrheinischen, wo sich im städtebaulichen Umfeld derzeit so viel bewegt, wird dies unserer Stadt gut zu Gesicht stehen.

Ein attraktives Gelände ist kein Selbstzweck. Dass eine starke Messe der Stadt und der Region gut tut, haben die Ergebnisse unseres Kölner Markenprozesses gezeigt. Die Koelnmesse ist ein wesentlicher Treiber unseres dynamischen Wirtschaftsstandortes. Sie hat sich - auch dafür meinen Dank - engagiert in den laufenden Markenprozess eingebracht. Und gerade in diesem Jahr 2014, in welchem wir die Internationalität des Standorts in den Vordergrund stellen, kann sie einiges dazu beitragen. Denn nach wie vor sind unsere Messen der Erstkontakt hochkarätiger Entscheider und potenzieller Investoren aus der ganzen Welt mit Köln. Die Koelnmesse trägt die Marke Köln bei Kundengesprächen, Präsentationen und Pressekonferenzen in die Welt hinaus. Bewährt hat sich auch der gemeinsame Auftritt in den weltweiten Wachstumsregionen: in China, Indien und Südamerika.

Dieser gemeinsame Auftritt wird inzwischen auch deutlich nach außen sichtbar. Die Koelnmesse hat das Markenzeichen aus dem Markenprozess in ihren Unternehmensauftritt integriert und zeigt auch so deutlich Flagge für ihren Standort. Es würde mich freuen, wenn viele weitere Kölner Unternehmen und Institutionen diesem Beispiel folgen würden.

Last but not least ist dies heute auch der richtige Anlass, der Koelnmesse noch einmal - genau gesagt: nachträglich - zum Geburtstag zu gratulieren. Seit über 90 Jahren, seit dem 11. Mai 1924, ist dieses Unternehmen ein Motor der regionalen Wirtschaft, fördert es doch den Standort - ganz so wie Konrad Adenauer es mit großem Weitblick geplant hat, als er gegen vielerlei Widerstände Anfang der zwanziger Jahre die Messegründung durchgesetzt hat. Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg muss das ein enormer Kraftakt gewesen sein.

Gefeiert wird das ganze Jahr mit einer Vielzahl von Aktionen, darunter

  • die Wanderausstellung, die in den Messehallen, am Flughafen und an weiteren Stellen in der Stadt zu sehen ist,
  • die Restaurierung der Statue "Herbst", die 1924 in der Fassade der Messe war und nun wieder im Südeingang steht, und
  • beispielsweise auch die Führungen über das Messegelände, die auf große Resonanz stoßen. Auch dies zeigt, dass die Kölnerinnen und Kölner Interesse haben an ihrer Messe.

Wir bringen Ihnen heute gute Botschaften. Das freut mich umso mehr, als dies in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall war. Und wir haben einen erfolgversprechenden Plan, mit dem wir nun die kommende Dekade der Kölner Messegeschichte angehen.

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