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Andreas Schulze erhält Cologne Fine Art Preis

Den mit 10.000 Euro dotierten Künstlerpreis der Cologne Fine Art & Antiques verleihen in diesem Jahr der Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen (BVDG) und die Koelnmesse an Andreas Schulze. Für die mit der Preisverleihung verbundene Sonderschau wird der Künstler eine speziell für die Cologne Fine Art & Antiques konzipierte Installation mit Objekten und neuen Bildern realisieren. Die Preisübergabe findet während der Preview der Cologne Fine Art & Antiques (17.-21.11.2010) am Dienstag, 16. November, um 15.00 Uhr statt. Die Laudatio hält Prof. Kasper König, Direktor des Museum Ludwig in Köln. Bisherige Preisträger waren unter anderem Dieter Roth, Thomas Bayrle, Astrid Klein, Sigmar Polke, Thomas Schütte, Dieter Krieg, Gert und Uwe Tobias, Katharina Sieverding und Georg Baselitz.

Andreas Schulze wurde 1955 in Hannover geboren, er studierte an der Gesamthochschule Kassel und der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, an der er seit 2009 als Professor für Malerei lehrt. Obwohl der Künstler mit erstem Auftreten in Ausstellungen und Gruppierungen ein Teil der 80er Jahre ist, bliebt er von den neo-expressionistischen Strömungen dieser Zeit unbeeinflusst. Vielmehr ist er bis heute ein vollständig eigensinniger Künstler, der sein konzeptuelles Anliegen - unter Einbeziehung der Wahrheit der Trivialität - mit dadaistisch-surrealistischer Prägung konsequent verfolgt. So gestaltet der Künstler Bilder und Räume, Wohnzimmer mit Mobiliar, Lampen, Teppichen, Geschirr und Autos: alles wird bei ihm Teil der einen großen Inszenierung, in der er die von ihm gewählten Gegenstände, die dem Design, der artifiziell gestalteten Lebenswelt entstammen, in Kunst verwandelt. In seiner eingerichteten Kunstwelt stellen die Dinge uns ganz neue Fragen nach ihrer Form und Funktion, die Andreas Schulze in seinem Werk immer wieder neu entwickelt. Die Durchdringung der Ebenen, dieselbe Gültigkeit des Anspruchs von transformierter Realität, Design und Bildender Kunst, begründet seine Ausnahmestellung unter den Künstler der Zeit.

Seit den frühen 80er Jahren wird Andreas Schulze von der Galerie Six Friedrich und der Galerie Sprüth Magers vertreten. In Kooperation mit der Sammlung Falckenberg, Hamburg, zeigt das Leopold-Hoesch-Museum (Düren) mit "Interieur. Werkschau Andreas Schulze" noch bis zum 21. November eine umfangreiche Einzelausstellung, zu der ein Katalog erschienen ist. Wichtige Gruppenausstellungen waren im MoMA, New York (1984), in der Tate in London (1987), im Kunstforeningen in Kopenhagen und auf der Triennale in Mailand (1997). Seine Werke befinden sich in vielen Privatsammlungen und Museen.

Anmerkung für die Redaktion:
Bildmaterial zur Cologne Fine Art & Antiques und Andreas Schulze finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet (www.cofaa.de) im Bereich Presse.