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Rede von Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin und COO der Koelnmesse, anlässlich der Jahrespressekonferenz der Koelnmesse am 04.07.2012

Der gute Verlauf unserer Messen ist eine wesentliche Basis der positiven Unternehmensentwicklung

Insgesamt 87 Messen, Ausstellungen und Special Events hat die Koelnmesse im In- und Ausland im Geschäftsjahr 2011 organisiert. Daran nahmen 34.317 ausstellende Unternehmen und ca. 1,47 Millionen Besucher teil. 65 der Veranstaltungen - darunter 8 Premieren - fanden in Köln statt. 28 waren Gastveranstaltungen und 3 Special Events unter Regie der Koelnmesse Ausstellungen GmbH, für die 2011 damit ihr veranstaltungsstärkstes Jahr war. 6.970 ausstellende Unternehmen und rund 183.000 Besucher haben daran - nach Angaben der Organisatoren - teilgenommen. Im Ausland fanden im vergangenen Geschäftsjahr 22 Messen und Ausstellungen der Koelnmesse statt. Schwerpunkt waren die asiatischen Wachstumsmärkte China und Indien.

2012 stehen erneut 87 Veranstaltungen auf der Agenda, 59 sind Eigenveranstaltungen, darunter 28 Auslandsmessen. Neu im Portfolio sind in diesem Jahr zwei Messen in Köln: Die LivingInteriors, die im Januar parallel zur imm cologne einen sehr guten Start hingelegt hat und die C-Shop Cologne - The European Convenience Show. Hinzu kommen vier Premierenveranstaltungen im Ausland. Voraussichtlich 25 Gastveranstaltungen und 3 Special Events betreut die Koelnmesse Ausstellungen GmbH.

Einige davon haben bereits stattgefunden, nun stehen wir vor einem heißen Messeherbst. Erstes Großereignis ist die gamescom. Unsere besucherstärkste Messe wächst weiter. Dass die Konsolen vor einem Generationswechsel im kommenden Jahr stehen, hat einige wenige Aussteller zu einem voraussichtlich einmaligen Messeverzicht bewogen. Unter anderem, Sie wissen es, sind Nintendo und Microsoft diesmal nicht dabei. Das ist bedauerlich, ändert aber nichts an der Position der gamescom als weltgrößter Veranstaltung, die die Marktentwicklung sehr gut abbildet: Es gibt erstmals einen eigenen Bereich für das mobile gaming, die interaktive Unterhaltung auf Smartphones und Tablet PCs. Nachdem wir im vergangenen Jahr am Messesamstag die Hallen vorübergehend schließen mussten, werden diesmal die Tickets im Vorfeld nur für bestimmte Tage verkauft. Und was die Berichterstattung zu angeblichen Verlusten angeht: Nach eingeplanten Anlaufverlusten haben wir schon mit der zweiten Veranstaltung die Gewinnschwelle erreicht und im vergangenen Jahr deutlich positive Deckungsbeiträge erzielt. Das erwarten wir auch in diesem Jahr.

Die spoga+gafa Anfang September ist gut bestückt. Sie ist in Sachen Gartenmöbel weltweit die Nummer 1 und auch im Bereich Grill und Barbecue führend. Das grüne Business ist gut vertreten. Potenzial gibt es noch bei den Motorgeräten. Aber auch hier haben wir mit der Gewinnung von MTD/Wolf Garten positive Signale gesetzt. Auf der parallel stattfindenden spoga horse (Herbst) sind alle namhaften Aussteller aus dem In- und Ausland am Start. Die dmexco, die Messe für die digitale Wirtschaft, ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte und bildet eins unserer aussichtsreichsten Zukunftsthemen ab. Sie legt in diesem Jahr sogar rund 20 Prozent Fläche zu. Gute Nachrichten gibt es auch von der Kind + Jugend, die sich nun schon seit acht Jahren kontinuierlich aufwärts entwickelt und mit rund 950 Anbietern die führende Messe für Kinderausstattung ist.

Zur photokina hat es Gerüchte gegeben, es werde keine Fotokunst mehr gezeigt. Das sind zum Glück Falschmeldungen. Richtig ist: Nach zehn Jahren wird die Visual Gallery durch das neue Format "Boulevard of Competitions" abgelöst, das die Ergebnisse der führenden Profi-Fotowettbewerbe mitten im Messegeschehen zeigt. Auch die photokina wird ihre Fühler in die Innenstadt ausstrecken. Unter dem Motto "köln fotografiert" gibt es zum dritten Mal Ausstellungen, Workshops und Fotoshootings in ganz Köln. Ich würde mich freuen, wenn Sie an dieser Stelle auch das Engagement der Kölnerinnen und Kölner in Ihre Berichterstattung einbeziehen, denn auch dies ist ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Messe. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Roters.

Die INTERMOT Köln steht vor einigen Herausforderungen. Zwar ist der Motorradmarkt in Deutschland derzeit stabil, europaweit jedoch weiterhin stark rückläufig. Dennoch wird es uns im Oktober gelingen, alle relevanten Zweiradhersteller dabei zu haben. Viele haben bereits Neuvorstellungen angekündigt, und für die Motorradfans gibt es spektakuläre Shows sowie fast ein Dutzend Probefahr-Parcoursrunden.

Ende Oktober gibt es die interessante Parallelität der ORGATEC und der UrbanTec. Die Messethemen Office und Object einerseits, urbane Entwicklung andererseits nutzen damit Synergien auf der Besucherseite beispielsweise aus dem öffentlichen Bereich. Die seit Jahrzehnten etablierte ORGATEC wird mit etwa 600 Ausstellern die Vorveranstaltung voraussichtlich toppen können, obwohl eine Reihe ihrer Kundenbranchen derzeit in keiner guten Verfassung sind. Die UrbanTec ist ein neues und noch ausbaufähiges Format aus Messe und Kongress, das angesichts des dringenden Bedarfs an Lösungen für städtische Ballungsräume überall auf der Welt auf großes Interesse stößt. Beispielsweise in Moskau, wo man angesichts der bevorstehenden Erweiterung der Stadtfläche auf das Zweieinhalbfache ein Forum braucht, um das ambitionierte Projekt der internationalen Fachwelt vorzustellen.

Anfang November ist Premiere der C-Shop Cologne. Das Interesse an einem umfassenden Marktplatz für die Convenience-Branche ist groß, allerdings wird die Erstveranstaltung kein Selbstläufer - was auch nicht zu erwarten war. Dennoch sind wichtige Unternehmen wie Dannemann, Gerolsteiner und Presse-Grosso als Aussteller genauso im Boot wie auf Besu-cherseite Aral, Billa oder Coop. Die Cologne Fine Art & Antiques geht mit Cornelia Zinken als neuer Direktorin ins Rennen. Die Messe hat in jüngerer Vergangenheit ebenso einen deutlichen Aufschwung erlebt wie die ART COLOGNE, die vor zwei Wochen nach einer Bevölkerungsumfrage den Kölner Kulturpreis erhalten hat.

Abschließen will ich den kurzen Ausblick mit der imm cologne und der LivingKitchen, die im Januar 2013 zum zweiten Mal nach 2011 parallel stattfinden. Wir rechnen fest mit der Fortsetzung des damaligen Möbelfests und vor allem mit komplett ausgebuchten Hallen.

Soviel zu den Messen des kommenden Halbjahres. Weitestgehend geben sie zu Optimismus allen Anlass. Die Leitmessen sind auf gutem bis sehr gutem Weg, die Premieren und die Kongressmessen werden wir wachsen lassen und ihnen Gelegenheit zur Entwicklung geben. Dass dieser Weg mitunter kein leichter ist, mussten wir mit bei der Gusto Italia erfahren, deren Premiere wir kürzlich abgesagt haben. Der aktuelle harte Sparkurs der italienischen Regierung hat die Investitionsbereitschaft regierungsnaher Institutionen stark eingeschränkt, die wir dringend gebraucht hätten. Dennoch: Das Konzept ist richtig, wir behalten es in der Schublade und werden es gegebenenfalls sehr schnell reaktivieren. Das Beispiel zeigt: Nur mit Geduld und Engagement lassen sich neue Themen etablieren, wie wir es beispielsweise mit der PerMediCon, der InnoMateria, der ConLife, der C-Shop Cologne und der UrbanTec machen. Aber auch unsere Flaggschiffe müssen wir stetig beobachten und weiterentwickeln. Nur wenn wir Trends setzen, bleiben wir erfolgreich.