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Jubiläumsjahr 2014: 90 Jahre Messen in Köln

Die Koelnmesse blickt mit vielen Aktionen auf ihre Geschichte zurück

1924 organisierte die Kölner Messegesellschaft mit der "Frühjahrsmesse" die erste Veranstaltung auf dem Deutzer Messegelände. Dass die Stadt Köln in der Zeit von Besatzung, Inflation und Arbeitslosigkeit in das Großprojekt Messe investierte, stieß nicht bei allen Kölnerinnen und Kölner auf Begeisterung. Doch der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer setzte sich gegen Widerstände durch und bewies mit der Entscheidung für eine Messestadt Köln Weitblick.

Mit Konrad Adenauers Einsatz für die Messegesellschaft Köln begann die Geschichte des Unternehmens, das sich bis Ende der Zwanzigerjahre zu einem weltweit bekannten Messeanbieter entwickelte. Nach dem Zweiten Weltkrieg halfen Kölner Messen der westdeutschen Wirtschaft, im Krieg zerbrochene Handelsbeziehungen wiederherzustellen. Damals legten die Messemacher den Grundstein für erfolgreiche Fachmessen mitten im Wirtschaftswunder: Es entstanden die Weltleitmesse rund ums Bild photokina, die Internationale Süßwarenmesse ISM, die Ernährungsmesse Anuga, und viele weitere Formate, die noch heute zu Klassikern im Kölner Messeportfolio zählen.

In den vergangenen Jahren konnte der Messeplatz Köln mit der gamescom und der dmexco sein Angebot um digitale Themen erweitern und beweist damit, auch nach 90 Jahren Tradition offen für Innovation und Wandel zu sein. Dabei funktioniert der Mechanismus, den Konrad Adenauer in den Zwanzigerjahren erkannte, noch immer: Die Koelnmesse ist wichtigster Marktplatz für zahlreiche Branchen und zugleich Motor der regionalen Wirtschaft.

Um ihre Geschichte zu feiern, begeht die Koelnmesse das Jubiläumsjahr 2014 mit zahlreichen Aktionen: Fünf öffentlich zugängliche Ausstellungen im Kölner Stadtgebiet bringen Interessierten die Entwicklung des Unternehmens während des gesamten Jubiläumsjahres näher, zu Karneval spendierte die Koelnmesse dem Kölner Karnevalsnachwuchs Kamelle und im Mai kehrte eine verschollene Statue, die einst das erste Messegebäude geschmückt hat, zurück auf das heutige Gelände.

Auch die historische Verantwortung nimmt das Unternehmen ernst: Damit die Erinnerung an die nationalsozialistische Nutzung des Messegeländes während des Zweiten Weltkriegs wach bleibt, lässt die Koelnmesse das Mahnmal am Rheinufer restaurieren; dieses gedenkt der Opfer des "Messelagers", in dem die Nationalsozialisten Juden, Sinti und Roma, Kriegsgefangene und weitere verfolgte Gruppen gefangen hielten.

Bei den Aktionen im Jubiläumsjahr ist die Vergangenheit zwar stets der Anlass, im Mittelpunkt stehen aber Gegenwart und Zukunft: Köln soll im Interesse der nachfolgenden Generationen grün bleiben - "messegrün". Deshalb pflanzt das Unternehmen im Herbst 90 Bäume, für jedes Jahr der Kölner Messegeschichte einen. Die Baumaktion unterstreicht dabei: Obwohl weit verzweigt in aller Welt, bleibt die Koelnmesse verwurzelt in Köln!