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Nachhaltige Mobilität: Digitalisierung des Verkehrsleitsystems reduziert Schadstoffbelastung

Die Koelnmesse GmbH hat in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Köln ihr aus dem Jahr 2005 stammendes Verkehrsleitsystem grundlegend erneuert und an die deutlich gestiegene Komplexität der Verkehrsbelastung angepasst. Ab sofort kann der gesamte Logistik- und Besucherverkehr der jeweiligen Verkehrssituation angepasst gesteuert werden. Damit wird der Verkehr zu Messezeiten künftig sicherer und flüssiger und die Emission von Kohlendioxid und Stickoxid deutlich reduziert.1) "Nachhaltiger Mobilitätswandel und eine gute Verkehrsinfrastruktur sind für uns essentiell. Unser Ziel ist eine nachhaltige Mobilität, die umwelt- und klimaverträglich sowie wirtschaftlich effizient ist", sagt Messe-Geschäftsführer Herbert Marner.

Die Erneuerung des Verkehrsleitsystems ist Teil der Gesamtstrategie für die Digitalisierung des Verkehrsmanagements bei der Koelnmesse und der Stadt Köln. Die Maßnahmen werden durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" unterstützt und gefördert.

Im Zuge des Projekts wurden in der Zuständigkeit der Stadt Köln im Amt für Verkehrsmanagement dynamische und statische Wegweiser ausgetauscht beziehungsweise neue installiert. Ein besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Wahl der Standorte, um in Kombination mit bestehenden statischen Wegweisern und dem städtischen Leitsystem ein kohärentes Gesamtsystem zu errichten. So wird ab sofort der gesamte Messeverkehr über eine sogenannte Zielspinne sternförmig auf die Koelnmesse zugeführt. Ein weiteres Kernelement der Digitalisierung: Das Zusammenspiel des neuen Verkehrsleitsystems mit der App NUNAV Navigation, die durch kollaboratives Routing individuelle Fahrempfehlungen auf den in der Zielspinne festgelegten Routen ausspricht und so den Verkehr ideal auf das bestehende Straßenverkehrsnetz verteilt. "Wir haben einen weiteren digitalen Baustein entwickelt, mit dem wir den Messeerfolg unserer Kunden und der Koelnmesse steigern und das Kundenerlebnis weiter verbessern. Zudem leisten wir durch weniger Stau und weniger Wartezeit einen aktiven Beitrag zum Luftreinhalteplan der Stadt Köln", sagt Dr. Georg Klumpe, Zentralbereichsleiter Infrastruktur der Koelnmesse GmbH. Andrea Blome, Beigeordnete für Mobilität und Liegenschaften der Stadt Köln, ergänzt: "In dem Zusammenwirken von Koelnmesse und Stadt haben wir für den hoffentlich zeitnah wieder anlaufenden Betrieb eines der modernsten Steuerungssysteme auf den Straßen installiert. Mit dieser neuen Form der Besucherführung und Lenkung der Aussteller reizen wir die Möglichkeiten aus, um bei hoher Serviceleistung und Attraktivität die Belastungen durch den Verkehr bei Messe-Events möglichst gering zu halten."

Mehrstufiger Planungsprozess
Experten der PTV Transport Consult GmbH und der Fachabteilungen der Stadt Köln im Amt für Verkehrsmanagement unterstützten die Koelnmesse im mehrstufigen Planungsprozess, bei dem in einem ersten Schritt der Bestand des gesamten Kölner Hauptverkehrsstraßennetzes aufgenommen, alle Wegweiser der Koelnmesse kartiert und in einem Geoinformationssystem aufbereitet wurden. Gemeinsam mit der Stadt Köln wurde anschließend eine Zielspinne festgelegt und die gesamte Wegweisung visualisiert, über die der Messeverkehr ab sofort geführt wird. Auf dieser Basis wurde die bestehende statische Beschilderung auf Vollständigkeit überprüft.

Die dynamische Beschilderung im Messeumfeld ist so geplant, dass an jedem Entscheidungspunkt ausreichende Anzeigemöglichkeiten zu allen Zielen der Koelnmesse (Parkplätze, Tore, Eingänge) bestehen. Der Einsatz von Vollmatrix-LED-Tafeln bietet hierzu die benötigte Flexibilität in der Darstellung. So konnte sogar die Anzahl der dynamischen Anzeigenstandorte gegenüber dem bestehenden Leitsystem von 31 auf 21 reduziert werden.

Planmäßige Umsetzung trotz Unwägbarkeiten
Durch hohes Engagement der Projektleitenden seitens der Stadt Köln und der Koelnmesse wurde das Projekt unter Einhaltung des Zeitplans fertiggestellt. So haben an der Deutz-Mülheimer Straße zahlreiche Versorgungsleitungen im Untergrund im Bereich der geplanten neuen Standorte die Realisierung gefährdet. Durch den intensiven Einsatz und zügige Abstimmung aller Beteiligten wurden Alternativstandorte gefunden. Für den Bereich des Messekreisels wurden mobile Verkehrswegweiser eingesetzt, sodass diese bei der mittelfristigen Umgestaltung des Kreuzungsbereichs weiterverwendet und nach Umbau am finalen Ort eingebaut werden können.

Schnittstellen für einheitliche Routenführung
Das volldynamische System erzeugt die benötigten Anzeigeninhalte auf Basis der hinterlegten Zielspinnen und vorbereiteter Bildinhalte. Außerdem enthalten sind Prüfroutinen zur Sicherstellung einer durchgängigen Beschilderung. Über Schnittstellen zur Stadt Köln und zur NUNAV Navigations App ist sichergestellt, dass an die Verkehrsteilnehmer über alle Systeme hinweg - ob App; städtische oder das messeeigene Verkehrsleitsystem - eine widerspruchslose Routenführung kommuniziert wird.

Die Modernisierung des Messeleitsystems in Zahlen:

* 21 dynamische Wegweiserstandorte im Messeumfeld
* 10 statische Wegweiser im Messeumfeld
* 4 statische Wegweiser im Stadtgebiet
* 2 statische Wegweiser auf Autobahnen
* 30 RGB-LED Variotafeln
* 6 neue Kragarme/Doppelausleger
* 7 neue Rohrmaste
* 2 neue Großwegweisertafeln mit LED-Einsätzen
* 45 neue Kleinwegweisertafeln


Über die Koelnmesse:
Die Koelnmesse setzte 2019 weltweit über 400 Millionen Euro um und beschäftigt mehr als 900 Mitarbeiter. Als Citymesse mitten in Europa bespielt sie das drittgrößte Messegelände in Deutschland und ist mit annähernd 400.000 m² Hallen- und Außenfläche unter den Top Ten der Welt. Die Koelnmesse organisiert und betreut jedes Jahr rund 80 Messen, Gastveranstaltungen und Special Events in Köln und in den wichtigsten Märkten weltweit. Mit ihrem Portfolio erreicht sie über 54.000 ausstellende Unternehmen aus 122 Ländern und rund drei Millionen Besucher aus mehr als 200 Nationen. In den kommenden Jahren investiert die Koelnmesse mit dem umfangreichsten Investitionsprogramm ihrer Geschichte mehr als 700 Millionen Euro in die Entwicklung des Geländes sowie ihre digitale Infrastruktur, um so sämtliche Eventformate der Zukunft abbilden zu können.


Fotomaterial zur Koelnmesse:
www.koelnmesse.de/Koelnmesse/Presse/Bilddatenbank


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1) Gutachten schreiben der Aktivierung des digitalisierten Verkehrsrouting vor allem durch Einsparungen im Such- und Zielverkehr ein NOx-Reduktionspotenzial von bis zu 5 mg/m zu. Da die Messetätigkeit Corona bedingt in den letzten Monaten zum Erliegen kam, steht das Go-live noch aus.