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Ausführungen von Herbert Marner anlässlich der Jahres-Pressekonferenz am 02.07.2014

Ausführungen von Herbert Marner,
Geschäftsführer und CFO der Koelnmesse,
anlässlich der Jahres-Pressekonferenz
am 02.07.2014, 11:00 Uhr, im Großen Sitzungssaal im Messehochhaus


280,6 Millionen Euro beträgt der Umsatz 2013 und ist damit vorläufiger Höhepunkt einer deutlichen kontinuierlichen Steigerung in den vergangenen Jahren. Er liegt fast zehn Millionen Euro über Plan, was kein Zeichen schlechter Planung, sondern Ausdruck der hervorragenden Entwicklung des Geschäftes der Koelnmesse ist. Die Umsätze haben insgesamt ein neues Niveau erreicht. Im Vierjahres-Vergleich - also 2010 bis 2013 gegenüber 2006 bis 2009 - sind sie um 17 Prozent gestiegen. Sie werden zukünftig im Durchschnitt jährlich
250 Millionen Euro deutlich überschreiten. Das ist - wie gesagt - eine Durchschnittszahl. In geraden Jahren liegt der Umsatz darunter, 2014 bei voraussichtlich 223 Millionen Euro. Der Grund ist der unterschiedliche Turnus unserer Veranstaltungen. Für 2015 rechnen wir mit einem Rekordgewinn und sehen gute Chancen, in diesem Jahr erstmals die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro überschreiten zu können.

Auch der Gewinn 2013 ist der höchste der Unternehmensgeschichte und das erste positive Jahresergebnis seit 2006. Es beläuft sich auf 16,7 Millionen Euro und ist damit nahezu 9 Millionen Euro höher als geplant. Wesentliche Erfolgsfaktoren waren die Umsatzsteigerung, das Veranstaltungswachstum und die seit 2010 initiierten Effizienzprogramme der Koelnmesse. Der Gewinn hat natürlich auch positive Auswirkungen auf das Eigenkapital, das in den vergangenen Jahren durch die Verluste reduziert worden ist, nun aber 110 Millionen Euro beträgt. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr um fast fünf Prozentpunkte gestiegen und liegt bei 43,9 Prozent. Der EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen, beträgt 39,6 Millionen Euro.

2014 werden wir turnusbedingt noch einmal einen Verlust schreiben, den der zu erwartende Gewinn 2015 aber kompensieren wird. Hält die positive Entwicklung an, bleiben die Ergebnisse ab 2017 in jedem Jahr - geraden wie ungeraden - in den schwarzen Zahlen.

Ebenfalls mit dem höchsten Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte hat die Koelnmesse Ausstellungen GmbH das Jahr 2013 abgeschlossen. Sie ist auf das Gastveranstaltungs- und Eventgeschäft am Standort Köln spezialisiert und vermarktet freie Hallenkapazitäten. Die Koelnmesse Ausstellungen GmbH hat einen Umsatz von 12 Millionen Euro sowie einen Überschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 3,9 Millionen Euro erwirtschaftet.

Mit einem Umsatz in Höhe von 19,7 Millionen Euro ist das Auslandsgeschäft im vergangenen Geschäftsjahr turnusbedingt schwächer ausgefallen als 2012. Unser Messeprogramm im Ausland ist - anders als am Heimatstandort - in den geraden Jahren am Stärksten. Auch hier arbeitet die Koelnmesse mit Hochdruck daran, weiter zu wachsen. Ein 2012 neu gegründeter und 2013 personell verstärkter Geschäftsbereich treibt den Ausbau der Auslandsveranstaltungen voran.

Insgesamt 667 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Jahresdurchschnitt 2013 für die Koelnmesse tätig. 528 davon arbeiteten bei der Koelnmesse GmbH, 12 bei der Koelnmesse Ausstellungen GmbH und 127 bei den ausländischen Tochtergesellschaften.

Die Koelnmesse ist ein von der Industrie- und Handelskammer zu Köln bereits mehrfach ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb. Das Unternehmen beschäftigte 2013 18 Auszubildende in 3 Lehrjahrgängen, außerdem 6 Trainees. 44 Schülerinnen, Schülern und Studierenden hat die Koelnmesse im vergangenen Jahr Praktika ermöglicht. Mit zwei Stipendien an der Universität zu Köln hat die Koelnmesse auch 2013 die Bestenförderung fortgeführt und unterstützt das Institut für Messewirtschaft und Distributionsforschung in Forschung genauso wie in der Lehre. Last but not least nimmt das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt Köln und sechs weiteren Kölner Firmen an einem Cross-Mentoring-Programm für weibliche Führungskräfte teil. All diese Maßnahmen sichern den hervorragenden Ruf der Koelnmesse als attraktiver Arbeitgeber und sind die Basis dafür, dass wir durchgängig gut qualifizierte Nachwuchskräfte für freie Stellen finden. Besonders erfreulich ist in dem Zusammenhang auch, dass Vakanzen im Führungsbereich in den vergangenen Jahren nahezu ausnahmslos intern besetzt werden konnten.

Damit wir auch in Zukunft positive Nachrichten vermelden können, ist ein umfangreiches Investitionsprogramm erforderlich. Es geht bei den anstehenden Infrastruktur-Maßnahmen nicht um kosmetische Korrekturen, sondern um eine für die weitere erfolgreiche Arbeit dieses Unternehmens absolut notwendige umfassende Modernisierung des Geländes und des Umfeldes.

Der Masterplan, den wir dazu gerade erarbeiten, hat drei Themenfelder: Erstens die Verbesserungsmaßnahmen im Südgelände. Dieser Bereich, den wir ab 2016 umbauen, wird ein völlig neues Gesicht bekommen. Aktuell sind hier alle Bestandsaufnahmen vollzogen, die Analysen abgeschlossen. Der Modernisierungsbedarf der einzelnen Hallen ist - meist abhängig vom Baujahr - unterschiedlich, insgesamt aber hoch. Alleine für die technischen Sanierungen, von denen unsere Kunden optisch nichts mitbekommen werden - wie zum Beispiel der Lüftungs- und Klimaanlagen - benötigen wir erhebliche Summen im dreistelligen Millionenbereich.

Alle Maßnahmen werden "Operationen am offenen Herzen" sein, d.h. wir werden das Gelände in den kommenden Jahren ab 2016 bei laufendem Messebetrieb umbauen. Wir werden die Bauarbeiten aber ohne Störung der Veranstaltungen durchführen. Auch während der Bauphase müssen und werden wir unseren Kunden ein Gelände von hochwertigen 284.000 Quadratmetern zur Verfügung stellen, selbst wenn wir für gewisse Zeit die eine oder andere Halle partiell schließen müssen. Auch dafür hat die Koelnmesse einen Lösungsvorschlag erarbeitet. Wir müssen uns - wenn unsere internen Planungen abgeschlossen sind - dazu mit unseren Gremien ins Benehmen setzen. Danach werden wir die Öffentlichkeit ausführlich über all unsere Vorstellungen im Zusammenhang mit dem Masterplan informieren.

Der zweite Komplex ist die Verkehrs- und Parkraumsituation in unserem direkten Umfeld. Der positive Aspekt, dass sich der Stadtteil Deutz weiter entwickelt, birgt Herausforderungen für die Koelnmesse. Denn durch Baumaßnahmen wie beispielsweise Messe-City im Süden unseres Geländes sowie Euroforum im Norden fallen für uns dringend benötigte Park- und Logistikflächen weg. Wir haben inzwischen den Großraum Deutz/Mülheim systematisch nach alternativen Parkflächen untersucht und mögliche neue Areale identifiziert. Wir sind jetzt in engem Austausch und guten Gesprächen mit der Stadt Köln und anderen Institutionen. Die Verhandlungen sind noch nicht beendet, aber wir sind zuversichtlich, bald eine für alle Beteiligten gute Lösung zu finden und in der zweiten Jahreshälfte mit den Planungen zum Beispiel für ein neues Parkhaus beginnen zu können.

Last but not least prüfen wir Optionen für den Bau einer Confex-Halle, die sowohl Konferenzen als auch Exhibitions, also Ausstellungen, Raum gibt. Der Bedarf an einer solchen Halle ist groß. Wir müssen immer wieder Anfragen zum Beispiel von Kongressveranstaltern abweisen, die eine Location für 3.000 bis 4.000 Personen suchen. Dafür sind unsere beiden Congress-Centren zu klein, die Lanxess-Arena allerdings zu groß. Dass wir solche Anfragen nicht bedienen können, ist ein Verlust für den Wirtschaftsstandort Köln. Rund 75 Veranstaltungen mit je 800 bis zu 2.000 Teilnehmern alleine in den Jahren 2013 und 2014 mussten KölnKongress und die Koelnmesse Ausstellungen GmbH aus Termin- oder Kapazitätsgründen absagen bzw. sie konnten sich mangels Möglichkeiten nicht an der Ausschreibung beteiligen. Auch für den Zeitraum 2015 bis 2018 konnten bisher schon mehr als 30 Anfragen für Veranstaltungen mit mehr als 1.500 Teilnehmern nicht bedient werden. Unter den abgelehnten Firmen und Veranstaltern sind äußerst attraktive Namen, die wir gerne in Köln gesehen hätten, darunter SAP, die Bayer AG, Canon, der Deutsche Anwaltsverein, die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin, die International Society for Magnetic Resonance in Medicine, die Talanx und viele mehr. Das sind Namen und Zahlen, die belegen, welches Potenzial eine solche Confex-Halle am Messeplatz Köln hat.

Die wirtschaftliche Konsolidierung und die erfolgreiche Entwicklung der Koelnmesse mit dem Rekordjahr 2013 als einem ersten Höhepunkt sind ideale Voraussetzungen, um jetzt den nächsten Schritt zu gehen, dieses Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Um auch weiter einer der Top-Player im internationalen Messegeschäft zu sein, sind umfassende Investitionen unabdingbar.

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