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Ausführungen von Oberbürgermeister Jürgen Roters anlässlich der Pressekonferenz der Koelnmesse am 24.06.2015

Auch wenn die Ergebnisse, die Ihnen die Geschäftsführung gleich präsentieren wird, 2014 plangemäß in ihrer Höhe nicht ganz das Niveau des Vorjahres erreichen: Die Erfolgsgeschichte dieses Unternehmens geht weiter! Bedingt durch die Messerhythmen war ein gewisser Verlust in 2014 unvermeidbar. Die Art und Weise aber, wie das gesamte Koelnmesse-Team diesen Verlust in engen Grenzen gehalten hat, indem es viele gute Messen im vergangenen Jahr veranstaltet hat, ist eine großartige Leistung. Auch darüber wollen wir heute berichten.

Und der Ausblick in die nahe Zukunft ist weiterhin absolut vielversprechend.

Deshalb schon jetzt mein Kompliment an die Geschäftsführung und mein Dank an die gesamte, weltweit rund 700 Köpfe starke Messemannschaft. Gut gemacht und weiter so!

Lassen Sie mich kurz zurückblicken:
In den vergangenen Jahren war der Blick aus der Sicht der Aufsichtsgremien an dieser Stelle von Mal zu Mal erfreulicher.

Als ich am 1. Juli 2010 erstmals an einer Jahres-Pressekonferenz der Koelnmesse teilnahm, da war dieses faszinierende Geschäft noch recht neu für mich. Ich fand es vom Start weg überaus spannend, weil die Tätigkeit unserer Messe viele städtische Themen berührt und beeinflusst. Und ich habe von Beginn an mit einer Geschäftsführung zusammengearbeitet, die ihr Engagement und ihren festen Willen deutlich gezeigt hat - nicht nur, das Unternehmen Koelnmesse nach vorne zu bringen, sondern dabei auch immer die Interessen des Standorts im Auge zu haben.

"Nach vorne bringen" war dabei eine gewaltige Aufgabe!
Vor fünf Jahren stand die Koelnmesse an einem Wendepunkt:
Nicht nur in Köln hatten Messen den Turnus und den Standort gewechselt oder waren ganz vom Markt verschwunden, begleitet von teilweise erheblichen Umsatzeinbußen. Die Koelnmesse sah sich jährlich von hohen Mietzahlungen für ihre neuen Nordhallen belastet. Durch die Medien ging im Zusammenhang mit der Finanzierung der Hallen der Begriff des "Messeskandals", der die Messekunden und ihre Branchen verunsichern konnte. Und die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 / 2010 schlugen sich in den Ergebnissen und der Stimmung auf unseren Messen nieder.

Es waren aber auch bereits viele Weichen in die richtige Richtung gestellt. Ungeachtet der Mietbelastung waren und sind die modernen Nordhallen die richtige Basis, um einträgliche neue Messen nach Köln zu holen. Und die Geschäftsführung um den neuen Vorsitzenden Gerald Böse hatte schon 2008 ein erstes Effizienzprogramm aufgelegt - damals unter dem Titel 2012plus noch Zukunftsmusik.

Heute ist es Geschichte und hat Einsparungen in Millionenhöhe gebracht.

2010 waren die Pläne, den Folgen der Wirtschaftskrise mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen, schon sehr konkret. Es galt, eine umfassende Reorganisation und ein weiteres ambitioniertes Effizienzprogramm umzusetzen.

Heute wissen wir, dies ist gelungen! Und ich freue mich um so mehr darüber, weil wir seitens der städtischen Anteilseigner und des Aufsichtsrats von Anfang an unsere Unterstützung zugesagt und eingehalten haben. Alles, was die Koelnmesse bis heute geleistet hat, alle Verluste aus den Krisenjahren hat sie aus eigener Kraft bestritten. Wir sind den Weg der Geschäftsführung stets mitgegangen. Wie sich heute zeigt, war es der richtige Weg. Als sichtbares Signal dafür stand als Ergebnis dieser Maßnahmen und auch mit dem Rückenwind aus vielen sehr guten Messeveranstaltungen im Jahr 2013 erstmals seit 2006 wieder ein Gewinn in der Bilanz. Das konnten wir vor einem Jahr an dieser Stelle mit großer Freude berichten.

Und nun geht es weiter:
Die Koelnmesse hat neue Pläne, sie tragen den Titel "Koelnmesse 3.0". Damit wir auch in Zukunft unsere Position in der Spitzengruppe der Messestandorte behalten, ist es dringend erforderlich, vor allem das Südareal zu modernisieren und lange zurückgestellte Instandsetzung nachzuholen. Es gilt, das Gelände und die Infrastruktur des Umfelds auf die Anforderungen des Messegeschäfts in den kommenden Jahrzehnten auszurichten. Aus guter Erfahrung heraus und mit vollem Vertrauen in das Management dieses Unternehmens hat der Aufsichtsrat einem ersten, gut 200 Mio. Euro umfassenden Teil des insgesamt über 600 Mio. schweren Investitionsprogramms zugestimmt. Auch dieses wird das Unternehmen aus eigener Kraft, ohne jeden Zuschuss der Gesellschafter umsetzen.

Koelnmesse 3.0 wurde Ihnen bereits vorgestellt, wir werden heute mehr zum aktuellen Sachstand hören.

Dass dies alles eine wesentliche Voraussetzung auch für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Köln ist, hat sich in der jüngsten Vergangenheit mannigfach erwiesen.

Dass die Messe gerade im Ausland bei Wirtschaftsreisenden der wichtigste Faktor für die Attraktivität des Standorts und damit ein ausschlaggebender Markentreiber ist, das hat sich ja bereits im Rahmen unseres Kölner Markenprozesses gezeigt. Gerade unter Messebesuchern, die oft das höhere Management ihrer Unternehmen repräsentieren, sind immer auch potenzielle Investoren.

Die jüngst vorgestellte Studie des Münchener ifo-Instituts belegt, dass die Messe ein starker Wirtschaftsmotor weit über die Region hinaus ist.

Ende des vergangenen Jahres lag Köln bundesweit an der Spitze der Zuwächse bei den Übernachtungszahlen. Unter den 3,3 Mio. Hotelgästen und 5,7 Mio. Übernachtungen, die KölnTourismus meldet, waren 2,2 Mio. Teilnehmer der Kölner Messen und der Kongresse auf dem Messegelände. Damit hat das Messegeschehen in unserer Stadt auch einen sehr wesentlichen Anteil an der guten Auslastung der Hotels.
Die Zahl der Hotelbetten ist von etwa 25.000 im Jahr 2005 auf heute rund 32.000 angestiegen. Die Auslastung stieg von seinerzeit 43 auf heute 49 Prozent. Das heißt: 16.000 Betten sind Tag für Tag belegt in unserer Stadt, 2005 waren es knapp 11.000. Messen, neue Messen und Messen mit wachsenden Teilnehmerzahlen tragen erheblich zu diesen Zahlen bei.

Dies alles sind gute Nachrichten.

Lassen Sie mich zusammenfassen: In schwierigen Jahren hat die Koelnmesse ihre Erfolgsroute immer wieder neu gestaltet und immer gute Ideen und Pläne zur weiteren Entwicklung gehabt. Sie hat sich neu und nachhaltig profitabel aufgestellt.

Der Zukunft können wir erwartungsvoll und mit Freuden entgegensehen.

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